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Jeschurun · 1866-01-01 · 1866 · p. Seite 11

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Fünfter Jahrgang (1865/66)
Issue
1866
Date
1866-01-01
Page
Seite 11 (sequence 15)
Language
Hebrew
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11 von Instrumenten (שיר של קרבן) nur da allein ihre An- Wendung finden, wo die ganze Gemeinde Israels (קהל עדת ישראל), wie dies bei den vorgeschriebenen Opfern der Fall ist, repräsentirt wird; hingegen aber fallen dieselben weg bei allen andern Gelegenheiten, wobei die Gesammtheit der Nation nicht vertreten ist. Darum hat auch die Synagoge, welche dar herrliche Prophetenwort sHosea 14, 3]: ״Wir wollen anstatt der Farven mit unfern Lippen dem Ewigen unsere Opfer darbringen", zur Wahrheit machen, und nichts mehr als ein. Betu. Lehrhaus, (Bet Tephila, Proseuche) sein wollte, all' dasjenige, was mit dem priesterlichen QpserrituS in! Zusammenhänge stand, aus ihrer Mitte entfernt, um dGo besser ihr Princip, ״die Vocalmufik ist Hauptsache" (עיקר שירה בפה) und ihren Privatcharakter als Andachtsstätte, die bloß die Gemeinde, nicht die Gesammtheit der Nation repräsentirt, zur vollen Geltung zu bringen. Außerdem — und dies ist wohl der 2. Grund — konnte di« Synagoge den Gebrauch der Instrumente an Sabbaten und Festen nicht für zuläfiig erklären, indem selbst im Tempel die Musik blos beim gemeind« lichen, öffentlichen Opferdien st (עבירה של קרבן צבור) gestattet war, nicht aber bei andern Feierlichkeiten. Da nun nach den geschichtlichen Mittheilungen der Mischna^ ibid. 1. c., die Anwendung von Instrumentalmusik ~ außer dem vorschriftsmäßigen festlichen Opferritus — als mit derHeiligkeit des Sabbats - und der Festtage sür nicht ganz vereinbar betrachtet wurde; so durfte es auch die Synagoge nicht wagen, sich hier ein besonderer Vorrecht anzumaßen, und ihren Gottesdienst, der doch nur einen Privatcharakter an sich trägt, dem gemeindlichen Opserdienst im Tempel, der als eine Re-

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