Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 12)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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8 zum Ausdruck: ״ עקר שירה בפהdar Wesen der Musik ist der Vocalgesang*)." Aus allen geschichtlichen Daten geht nun hervor, daß beim CultuS des Tempels die Regel galt (דכ׳ע ׳{יקר בפה rrncr), daß der Vocalgesang und die Vocalchöre den Kern und vorzüglichsten Bestandtheil bildeten, während die Instrumentalmusik blos zur Begleitung und Verherrlichung, zur Hebung und Verstärkung deS Eindruckes, (לבסומי קלא) angewendet wurde- Überdies schloffen sich, wie bekannt, die feierlichen Gesänge der Leviten enge an den OpferrituS an und' wurden nur bei den Weinlibationen (נסבים) angestimmt, und davon stammt auch der schöne Spruch her: שירה אלא ׳{ל היק pow ״ ,אץLieder werden nur beim Wein angestimmt." — ES wurde demnach die Musik im Tempel in Betreff' des Sabbats und der Festtage gleichwie die allgemeinen und täglichen Opfer behandelt. — Man braucht auch nur die Bibel aufzuschlagen, um sich zu überzeugen, daß die täglichen Früh׳ und Abendwie auch Festopfer (חטירין וטוספץ) am Sabbat und an den Festtagen regelmäßig dargebracht, und daß die dabei nothwendigen schweren Arbeiten, wie z. B. Schlachten, Abhäuten, Feuern u. s. w. von den Priestern verrichtet wurden- Ter Talmud wendet hier, wie bekannt, die oft gebrauchte Formel an: עבורה חחה שבת, «die öffentlichen, gemeindlichen Opfer verdrängen die Heiligkeit des Sabbats"; wohingegen die ׳Privatopfer am Sabbat.wegen der. dabei nothwendigen Ent׳ weihung desselben nicht dargebracht werden dürfte». — Ebenso verhielt es sich mit der Musik, mit dem Gebrauche der Instrumente, im Tempel. Jene Musik nämlich, die. *) Raschi erläutert daS Wort עיקר (Wesen, Hauptsache) mit dem Worte טעוה, worunter man im Talmud ein mosaisches Gebot versteht.