Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 5 (sequence 9)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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.י . -י verbannten. ES geht also daraus unwiderlegbar hervor, daß unsere Frage bloS an die Archäologie und Geschichte gerichtet werden muß, damit sie uns das Räthsel ganz objectiv lösen möge — und daß wir bei der Beant- «ortung derselben von allen Parteibestrebungen u»d Anschauungen unserer Zeit gänzlich absehen müssen. Frei-!ich suchte man diese Schwierigkeiten, anstatt auf dieselbe näher einzugehen, geschickt zu umgehen; aber eben dadurch ist man immer mehr in gröbere Jrrthümer gerathen. So wollen wir, um nur ein Beispiel änzusühren, da wir alle Polemik zu vermeiden streben, auf ein Gutachten in der Allg. Zeit. d. Judenih. 1861, Nr. 48 ausmerksam machen, wo eS heißt: ״Durch obige Auseiicandersetzung ist es klar, daß im Tempel an Sabbat- und Festtagen die Instrumente erst recht gespielt wurden. Würde hierdurch ein so heiliges Gesetz, wie das Sabbatgesetz, verletzt worden sein, so hätte es sicherlich nicht stattgefunden. Warum soll also in Synagogen an Sabbat- und Fcsttagon Instrumentalmusik nicht eben so stattfinden? Wenn allerdings ein Unterschied zwischen dem Tempel uud der Synagoge statifindet, so besteht dieser in der größeren Heiligkeit, in den ReinigkeitSgesetzen u. s. w." Allein gerade hier liegt der gordische Knoten, dep nicht durchgehaueit, sondern zuvor vorsichtig gelöst werden muß, ehe man znr endgilttgen Entscheidung über die Zulässigkeit der Musik und rcspectiv«. der Orgel schreiten will, indem ja die Synagoge von dem ersten Momente ihres Auftretens zur Zeit der Wiederderstellung des 2. Tempels und in der Folge der Instrumentalmusik zum Behuf« des Gottesdienstes ohne Ünterschied, ob an Sabbat - oder an Wochentagen die Ausnahme nicht gestatten wollte. Wohl ist es richtig, daß die Synagoge als ״das kleine Heiligthum" (vpv מקרש), ein Abbild des großen, des Tempels, sein sollte; aber im Betreff des