Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Fünfter Jahrgang (1865/66)
- Issue
- 1866
- Date
- 1866-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 7)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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e und hauptsächlich in Jerusalem und in allen großen Städten der Diaspora gab es bereits in den ersten Jahrhundertew-des 2. Tempels und nach unzweifelhaften Zeugnissen in der Makkabäerperiode. [1 Makk. 3, 46] zahlreiche Proscuchen (Bethäuser) und -die ältesten Institutioncn derselben, reichen bis zu den Zeiten des Esra und der Männer der großen Synagoge. — Es entsteht nun von selbst die Frage, deren Beantwortung selbstverständlich außer dem Bereiche des ״Schulchan- Aruch" (d. h. des recipirten Codex) liegt, soitdern einzig und allein vor das Forum der Archäologie und Geschichte gehört, warum die Musik, die doch einen wichtigen Bestandtheil beim öffentlichen Gottesdienste (Aboda) im Tempel bildete, nicht in die Proseuchen eingeführt wurde, da doch dieselben f als das ״Heiligthum im Kleinen", svpv טקרש] gelten sollen — und auch bisweilen mit außerordentlicher Pracht und mit großen Kosten, z. B. die Basilika in Alexandrien^ sSukka 51, b] erbaut und au»- geschmückt wurden? Sollten etwa die Männer der großen Versammlung, denen die Synagoge nebst ihren götteSdienstlichen Einrichtuugen grötztentheils auch ihr Entstehen verdankt, in dem neuen Institute, das da berufen war, (wie jie es wohl fühlten) das Judenthum vollkommen zu regenerixeu׳, die Musik ohne Grund und Ursache ausgeschloffen haben? ES wäre wahrlich eine Versündigung an dem Geiste der heiligen Männer und, Propheten, der Stifter der Synagoge, so man ihnen zumuthen wollte, daß sie ohne wohlerwogene Motive dem Instrumentalgelang beim synagogalen Gottesdienst« die Aufnahme versagten. — Und doch ist es eine unbestrittene Thatsache, daß selbst iu den Synagogen und Proscuchen der frühesten Periode, als noch der Staat und der Tempel in ihrer ganzen Herrlichkeit dastandeu, weder än Sabbat- und Festnoch an Werk« und ReumondStagen (יום המסיח וריח)