Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Dritter Jahrgang (1859)
- Issue
- 1859
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 46 (sequence 50)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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46 — Da- Leben Abraham s. Ei» Lebeurbild m Dr. B. Beer. Uripziz.!836. Ein Werk wie das vorliegende, daS ans rein jüdischem Boden sich bewegend, zugleich eine Mcnge allgemein wissenschastlicher Frage», philologischen, ethnographischen und archäologischen Inhalts, in sein Bereich zieht und erörtert, kan» von keiner wissenschaftlichen jüdische» Zeitschrift, und dazu dürfe» sich anch diese Blätter mit Recht rechne», übergangen werden, und deshalb wollen wir, trotz der zahlreichen Besprechungen, die dasselbe zu wiederholten Malen, selbst in Zeitschriften anderer Confessionen, erfahren, über den Inhalt obigen Buches, wenn auch nur kurz, referirrn. ES enthält eine chronologisch geordnete und kritisch gesichtete Zusammenstellung aller derjenige» Sagen, mit Venen der Midrasch seinen Haupthelden so reichlich ausgestattet hat; und der Hert. Verfasser durfte mit Recht sein Werk ein ״Lebensbild" nennen, denn der Midrasch, der seinen Liebling, »och ehe derselbe gebaren, schon niiter besonderem göttlichen Schuhe stehen läßt, hält auch an der Wiege des Neugebornen Wache, begleitet ihn mit besonderer Vorliebe Schritt für Schritt durch alle Prüfungen und Ereignisse seines vielbewegten "und Wirkung-- reichen Lebend und hüllt noch einen nebelhaften Schleier um das Grabmal des Verstorbenen. Seine Hauptbedeutung aber verdankt das Werk, nächst den zahlreichen erläuternden tritt* schon Noten, der durchweg originellen Behandlung des Gegenstandes, die für die künftige Auffassung und Behandlung der Midrasch -Agada entscheidend sein und sie in neue Bahnen leiten wird. Der Herr Verfasser führt unS nämlich die ganze bedeutende Persönlichkeit als ein in sich abgerundetes, vollendetes, mustergiltigks Charakterbild vor, dessen künstlerischeu Rahmen eine Blmnenguirlande bildet, in welche die dnrch den ganzen Midrasch zerstreuten Blumen sinnig und geschmackvoll eingewoben sind. Wie mit einem Zaubcrschlüffel eröffnet uns der Herr Verfasser die blüthenrejchcn Hallen und Gänge des Midrasch und läßt sie den ganzen Reichthmn orientalisch» Pracht entfalten, und das Ganze »nacht auf uns den Eindruck eines mythologische» Romans, nnr daß statt der sinnlich-plastischen, griechischen Göltergcstalten, hier überall der reine Monotheismus gefeiert wird. Nach der Versicherung