Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft 3 und 4 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 56)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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123 schlossen, nach allen Kräften dahin zu streben, ׳ein solches Verfahren als verwerflich aus unserem Kreise ganz zu verbannen, und geben wir uns der Hoffnung hin, in der Folge durch die richtige Auffassung der Stellen, durch Parallele, durch geschichtlche, topographische und archäologische Studien, gestutzt auf Hanuscripte und gute Ausgaben die Textkritik herstellen zu können. Wir ersuchen daher die Gelehr־ ten um Beiträge, besonders um Varianten. Conjectaren werden nöthigenfalls berücksichtigt und gewürdigt, niemals aber werden sie für uns massgebend sein. Unser Streben war und bleibt die Wahl•- heit, und geben wir uns keineswegs der Täuschung hin, dass unsere Notizen Vollgiltigkeit haben, vielnehr sind wir bereit jede Erwiederung und Entgegnung wohlwollend aufzunehmen. Um so mehr freuet es uns, dass unser hochgelehrter Freund, l)r. B. Beer in Dresden unserem Wunsche zuvorgekom- Den, und bringen wir nun den geehrten Lesern dieser Blätter eine an uns in hehr. Sprache ergangene Notiz dieses Gelehrten. Talm. bab. 25, b heisst es "3ft7 לקנדה firft; die Tossaphot 8, v. ftrt) lesen, nach dem ähnlich erzählten Bericht des Tal. Jer. (Aboda Sara 2, 9) לקנדה ליי ftrt). Herr Dr. B. Beer will die Leseart der Tossaphot annehmen, indem die Erzählung mit dem 3ר מדיין auf das bekannte gr. (auch im Lat gebrängltche) Wort meryones hinweiset (Vergl. Hom. di- 11, 651. und sonst), und da "jft in Babylon lohnte, wo wie bekannt die griechische Sprache ■icht heimisch war, so müsste hier nur 3 ר stehen, der eine Zeit in Palestina war. Diese schätzbare Bemerkung verdient gewiss berücksichtigt zu wer-