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Jeschurun · 1858-01-01 · Heft 3 und 4 (1858) · p. Seite 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
Jahrgang II. (1857/58)
Issue
Heft 3 und 4 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 103 (sequence 36)
Language
Hebrew
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!03 ik Anwendung dieses Psalmeö auf die Leidensgeschichte kaelS, auf seine Rettung und Hoffnung im Mgemei. ist: so glauben wir doch die Meinung deö Talmuditegilla 15, b. und Midrasch Ialknt z. St mit Recht rzuziehen, daß hier eine besondere unglückliche Periode » der Leidensgeschichte Israels dem Psalmdichtcr borgeslhwebt habe. Der Talmud und Midrasch l. c. legen dieft Gebet um Hilfe der Königin Esther und dem Mo» 1i in den Mund. Die Regierung deS AhahveruS »d Haman gehört gewiß zu den traurigste» Epochen jüdischen Geschichte und der Hilferuf der vom Ha- «» schuldlos drin Tode Geweiheten: Mein Gott, mein [Sott, warum hast du mich verlassen? u. s. w. hat in Munde einer Esther, eines Mordechai oder eines tru Zeitgenossen derselben seine vollkommene histori- Berechtigung. Alle Bilder, alle Einzelheiten paffen rjflich auf diese unglückliche Zeit. Von VrrS. 1 — 13 Bitte um Hilfe; 13 — 23 die Schilderung deö Keini, der raubgierig sich schon auf die Beute freut und »süchtig der Stunde, 13 Mar, harrt, um über die »hlosen Israeliten herzufallen und mit der Beute sich lheilen; 34 — 32 daö Grlöbniß und die Hoffnung ' Rettung, die sich der Dichter als bereits verwirklicht »kt. DaS Buch Esther ist mit einem Worte der beste »mentar dieses Kapitels, und wir brauchen darum dir »rallelpunktr. die im Midrasch der Psalmen nachgewiesind, nicht weiter hervorzuheben; z. B. V. 28 mit 8, 17; 9, 4, woselbst erzählt wird, daß diele kn znm Iudenthnm übertreten sind n. dgl. Wenn der Talnmd die Worte: ׳)v2׳v סלי אלי למה der E- und ihren Zeitgenossen in den Mund legt, so heißt stS so viel mit nüchternen Worte» auSgedrückt, daß K- oder Mordechai vlS Verfasser dieses PsalmrS zu

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