Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft 3 und 4 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 97 (sequence 30)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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07 Jsaac de Castro TartaS. Untcr den Männern, welche deS JudenthumS wegm die Scheiterhaufen der Inquisition bestiegen, hat ktieinand das Mitgefühl Aller mehr geweckt als Jsaac de ikstro TartaS. Jsaac war ein Verwandter deS Dortor Wahn Montalto, deS bekannten Leibarztes der Königin Maria von MediciS und deS David den Abraham de Eastro TartaS, welcher in den sechziger Jahren deS sie» denzehnten Jahrhunderts in Amsterdam eine Buchdrucke, rei errichtet hat. Jsaac nannte die GaScogne seine Heimach; TartaS, rin kleines Städtchen dieser Landschaft, Var sein Geburtsort und der Stammsih seiner Familie. 3ur Zeit als Brasilien unter holländischer Botmäßigkeit ßand, begab sich der junge Castro nach der Provinz va-!}in und lebte mehrere Jahre in einer Stadt dieser Ge- Dd, Parahida genannt. Als er eine- Tageaus die Tarnung seiner hier ausäsiigen Verwandten und Freunde acht hören wollte und sich gegen ihren Willen nach der Hauptstadt ״da Bahia doö Santoö״ begab, wurde er von den auch dort die Ketzer auöspähenden Portugiesen als 3nde erkannt, gefangen genommen und nach Lissabon d«r die Inquisition geschleppt. Gleich im ersten Verhör dekannte er, daß er Jude sei, alö Jude leben oder sterdm wolle. Obwohl die strengen Herren deS GlaubrnSgerichtS dneitS an vielen Beispielen dir jüdische Ausdauer und Hartnäckigkeit zu erproben Gelegenheit hatten, griffen sie dach wieder zu den gewöhnlichen Mitteln, den' Jüngling dam Judenthuine abzubringen; zungenfertige Theologen «>d andere Gelehrte dieser Art belästigten ihn, den phi^ ^vphischen Denker und unterrichteten Mann, mit ihren drsuchen, ohne ihre Bemühungen mit Erfolg gekrönt 13