Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft 3 und 4 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 75 (sequence 8)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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75 könnte erst durch mannigfacht Verrichtungen gewonnen werden. Wad endlich daö Räucherwerk betrifft, so mußte dieses nach dem Gesetze (Exod. 30, 34 — 38) auf eine künstliche Weise bereitet werden (8°), ״nb so bezweckte doS Gesetz stets die Bemühung deS Opfernden: eS sollte hiedurch der gute Wille deS Opfernden gleichsam daS Liege! der Weihe erhalten, und fcf wurde mit Recht Honig und Milch dom Material ausgeschlossen, da beide wegen ihres Neberfiusses und ihrer natürlichen (81) Production nur wenige Muhen verursachen. Der Midrasch sRabba Wajikra fol. 197, b.; Ba» midbar Fol. 277, a) ist allerdings unserer Ansicht strict entgegen, indem er die Ausschließung der Deut. 14, 5 gedachten sieben Thierarten dadurch erklärt, weil deren kmfangen mit Mühe verbunden ist; allein unsere Ansicht enipfiehlt sich wegen ihrer Umfaßlichkeit, da sie das gesammle Opfermaterial, so wie andrerseits sämnitliche LandcSproduckte berücksichtigt. (*) is’) Maimuni giebt den Grund deS RäuchrrwerkeS an, daß e» die üblen Dünste von den geschlachteten Thieren verdrängen sollte (More N. 3 Cap. 46; vergl. hierzu meine Zoologie deS Talm Urt. Schmeißfliege); PetruS ServiuS (in seiner Dissertation: Do ostoridu«) sagt: der Opfernde dachte bei dem Aufsteigen deS qualmenden Rauches deangezündeten RäucherwerkeS, daß auch sein Gebet zum Himmel hinauf» steige. 0') Philo erklärt den Grund von dem Verbot des Honigs, weil die Biene ein unreines Jnsect ist; vergl. meine Zoologie S. 52, Anm. (*) Allzugroße Mühe wird nickt gefordert, wie dies bei dm Deut. 14, 5 erwähnten sieben Thierarten der Fall ist; der Vers, ist mithin dem Midrasch nicht entgegen. Uodsk.