Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft II. (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 41 (sequence 9)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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4t noch schwerlich mit unseren ethischen Begriffen, daß die Sünde, deren Entstehen in der subjektiven Wil. eoSäußerunz beruht, durch etwas Äußeres, MaterielleS gesühnt werden könne. Allein wir müssen zuvor bestimmen, ob MoseS >ei dem Opferinstitut eine bloße Enthaltung bedeuongöloser Ritualien beabsichtigte, und diese als den Hauptzweck im Auge hatte, oder ob daS ganze Riual nur auf daS Gemüth, die Gesinnung deS Opernden einwirken, also nicht Zweck selbst, sondern ur Mittel zu höheren Zwecken sein sollte.— Scholl Studien d. Würtemb. Geistlichkeit VI. I, S. 3t nd SS) sagt: ,Ist das mos. Gesetz bei allen seinen orzügen doch nicht frei bon Unvollkommenheiten, so üffen wir im voraus eS wahrscheinlich finden, daß uch in seiner Opfertheorie daS Aeußere alS die Hauptache erscheine und die Gesinnung deS Opfernden n den Hintergrund treten werdet— Allein diese illkührliche Voraussetzung kann wahrlich nur von em erwartet werden, der niemals die Dogmatik eS alten Testaments geprüft und würdig beurthrilt at. Wir übergehen alle diejenigen Stellen, in welen die Propheten die Opfer mit dem größten Eier verwarfen, so sie nur eine werthlose Werkheiigkeit und nicht die Gabe einer frommen Gesinnung nb, wobei doch Niemand behaupten wolle: Moseabe in dieser Beziehung den späteren Propheten achgestandrn. Für den christl. Gelehrten und Geistichen sollte doch daS neue Testament nicht ohne Ge- >cht sein, daS nicht selten die Priorität MosiS vor den brigen Propheten mit den deutlichsten Worten auSricht. — Wir übergehen ferner auch diejenigen Steln>, in welchen MoseS mehr als bloß angedeutrt hat, eS nicht sowohl deS Opfer», alS vielmehr ei- 'ft reuevollen Bekenntnisse» bedarf (Leb. 5, 5 und