Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft II. (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 8)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3768355-7156946-7182425--0110-3768829- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
40 schtli Theorie ganz einfach. Das Blut als Träger des Lebens, fiel bei den Opfern an Gott, al» Scho׳ pfer des Lebens zurück. Keil und Blut heißen da« her vorzugsweise die Speise GotteS (Ezech. 44, 7 und 15), waren ihm bei allen Opfern geweiht und in diesem Zusammenhang wurde den Menschen der Genuß von Fell und Blut gleichmäßig untersagt (Leb. 2,17; 7, 22, — 25).- Allein warum heißt da» Fell: Speise GotteS? Warum fiel das Fell an Gott zurück, da er doch nicht, wie daS Blut Träger de» Lebens ist? Warum sühnte nicht da- Fell ebenso gut vte daS Blut, da eS ja ebenfalls an Gott zurück׳ fiel? Ist nicht daS Zurückfallen an Gott der alle!׳ uige Grund für die Sühnkraft der Mahlopfer? Wat׳ kr legt Gewicht auf die Stelle Lev. 2, 17, wo der Grund für daS Verbot jenes Genusses, wenn nicht deutlich, doch angebeutet zu sein scheint: weil Fell und Blut geopfert werden mußten; allein Lev. 17, 14 wird daS Blut don allen Thieren verboten, selbst bon solchen, die nicht geopfert werden, und im Deut. 12, 20—23 handelt eö deutlich von Thieren, die man außerhalb deS Tempels schlachtete; demnach kan» auch in unserer Stelle der Zusah 61ני מזוזיו nicht daS Verbot deS BlutgenuffeS, sondern nur die Sühnkraft desselben motiviren, da aber daS Blut hier nicht als alleiniges Sühnmittel bezeichnet wird, st werden wir zu unserer Frage bon Neuem hingeleitet. Die zweite Fage ist: Wie kann die Sühne durch ein äußeres Mittel überhaupt bewirkt werden? Entsteht auch durch den Sühnbegriff im Allgemeine» kein Widerspruch in der Natur deS ׳göttlichen WesenS, weil diesein höherer Harmonie Liebe un» Gerechtigkeit verbindet, so verträgt eS fid^ den- WWWWWWW