Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft I. (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 29 (sequence 31)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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29 us einer sinnreichen Weise im ersten Theile des ersten BrieeS. — Im zweiten Theile geht der Verf. die eigentliche eschichte der talm. Literatur durch; er weiset nach, daß die ad. Literatur aus einer engen Kette besteht; ein Werk rief andere hervor; je mehr man erleichtern wollte, desto ehr wurde das Thema ausgedehnt, und eö bot Stoff zu euen Untersuchungen dar. Diese Auffassung ist zwar sehr räg n an t, aber in der Bearbeitung derselben ist der Vers. rapsodisch, wie er selbst in seiner Vorrede gesteht, Er edachte zwar der renomirten, Einfluß ausübenden Rabb. z.Landau, Jon. Eideschütz (warum nicht auch des deuhmtcil R. OsiaS, Vers, deg Pene Jehoschua?); allein der eist, welcher ihre Werke durchweht, der eigentliche Glanz- und ihres Ruhmes, ist nicht auSeinandergcsetzt. Ich will un die dargkboienk Gelegenheit nicht unbenutzt lassen, und ebe ich hier einen Ncberblick der verschiedenen Epochen der alm. Literatur und deren Repräsentanten. Vielleicht werden 1e hier dargelegten Ansichten sich der Gunst deS Verf. erreuen, daß er selbe in seiner versprochenen und von unS ehr gewünschten Fortsetzung näher beleuchte. Man glaubt allgemein, daß die talm. Literatur sich icht in einer Geschichte darstellen läßt, da der Stoff zu omplizirt ist, und die in einem Werk» behandelten Gegenände zu mannigfaltig sind, um ihnen charakteristische Merkale beilegen zu können. Allein wenn man erwägt, daß die onze talm. Literatur sich im Kreise der tradirten Formen nd Gesehen cvncenirirt, und keinen fingerbreit von denselben dweicheu darf, erhellet von selbst, daß die ganze tal. Literatur ur eine Methodenlehre ist, wie man nämlich die Wahrheit uS den tradirten Formen und - Grundgesetzen ausfindig acht; ein und dasselbe Thema erhält zumal verschiedene Aestalten bei den verschiedenen Autoren; jeder bearbeitet eS wch^ seiner subjektiven Auffaßung, nach seiner Mo.'hode. Die Auffindung der Methode eines jeden Autors, muß die eigrntiche Aufgabe einer Literaturgeschichte sein, und hiemit ist >>e allgemeine Idee, so wie auch die Grundlage derselben ixirl. Nach der geonäifchen Periode bildeten sich,zwei Haupt- ״ethoden, die spanische 7 0פררm׳!> und die französische 7לימו הצרפתי(. — Der Eharaktcr der spanischen Methode war, m Talmud gründlich aufzufaßen, den Endbeschiuß zur Pra;1« הלכה והמסקנא zu erforschen, sie ließ sich nicht in Kriterien >n, um scharfsinnige Syllogismen zu machen: sic beschränkte