Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- Jahrgang II. (1857/58)
- Issue
- Heft I. (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 23 (sequence 25)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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23 bir Lewiathansage. Wir sehen in allen dirscn Sagen dirselben Gedanken einer göttlichen Komödie, speclacula Dei, wiederkchren, obschon jede ein eigenes nationales Ge» präge in sich trägt! Überhaupt zeigt die Lewiathansage viel Verwandschaft mit indischen, persischen, ägyptischen und griechischen Mythen, die bald von einem Weltbaume, bald von einem Welt ei und einer Welt sch lange sprcchen, und vorzüglich die WeltalS ein Wellt hi er darstellen. Lewiathan scheint ebenfalls zu dieser Klasse der Welt- und Schöpfungöthiere zu gehören, und darum spielt er im MessiaSreiche, wo gleichsam eine neue vollkommenere Schöpfung entstehen wird, eine so große Rolle. Ja der langet Gabriel als Symbol der Allmacht und Gerechtigkeit >L»ß sich in einen Kampf mit Lewiathan einlasse», und ihn als döseS Prinzip oder unvollkommene Schöpfung erlegen, um dem Himmelreiche Platz zu machen! ׳7 נ,7ינ1לp» יזל״י לעשות קנוניא מם לויתן ונו׳ ווזלהלא הקניה פוזרו יני'. Wir begnügen unö hier bloß mit den schwachen Andeutungen zur Aufslelluug dieser jüdischen Mythen, die der weiteren AuSführung wohl bedürfen, und die wir gern einem gründlichen Mythologen überlassen. Wir verweisen zur Begründung und zum Nachweise deS Gesagten auf CreuherS Mythologie u. s. w., die dieses Thema erschöpfend behandelt. Zusatz. Über die Lewiathansage vergl. noch Baba Bathra 74, «, kj Bcresch. N. <7 .,־; Tal. jer. Megillah, 3,2; besonders intcreffant ist die Erklärung Luzatto'S in seiner Einleitung zum römischen Machsor S. 42 Amm. 10. —Über den Zweck der Wellschöpfung bei den Tanaim und Amoraim vergl. Talm. jer. Sabbat l, 3; Rosch Hasch, 1,3; Ehagiga 2, l; Synhedrin ll, I; Aboda Sara 3, I Ta» lamud Babli Bcrachoth 6, 6; 32, 6; Ehagiga 15, a; Nedarim 39, b; ebenso Midr. R. Beresch. c. I und v. 3; Cchemolh e. 17 und Bamidbar c. 12. Die Mischna Sboth 8, 11 (die Parallelstelle ist in Joma 38, s> hingegen will, nach meiner Ansicht, nur sagen, daß Alle«, was Gott geschaffen hat, so kunstvoll ist, dgß es ihm zur Ghre gereicht. D. Red.