Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1857
- Issue
- Heft I. (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 15 (sequence 15)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
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15 -- t Endlich wäre der Vollständigkeit wegen noch deö Verfassers deS Kusari (kl. Jehad. Ha-Levi) zu erwähnen. Er hält die Opfer, den Sabbath und die Beschneidung für Gebote, welche a priori angeordnet, und bei denen einen Grund anzugeben nicht möglich ist. (״) Allein eS kann Niemand berlangen, diese Ansicht zu dekämpfen: eS hieße die Aufgabe der Wissenschaft' deckennen, wollte man an eine alle Reflexion, ausschließende Ansicht den Maaßstab der^Kritik anlegen. 8- 4. Fortsetzung. Haben wir nun die Unzulänglichkeit aller übrigen Auffassungen dargethan, so bleibt unS nur zu der ersten unsere Zuflucht zu nehmen: ״Opfer seien ein nothwendiges Product der menschlichen Natur." — Fragen wir nun, welche Nothwendigkeit lehrte die Menschen opfern, waö dachten sie bei diesem Acte? Die Meinung mehrerer Gelehrten ist die: eS hegten die Menschen den Glauben, die Gottheit genießt selbst die dargebrachte Gabe, diese fei alsdann im Stande, die zürnende Gottheit zu versahnen und so brachten sie, dennöge ihres Fortschritts von der vegetabilischen zur animalischen Kost, zuerst degetabilischt und spater animalische Opfer. Diese sogenannte anthropopatische Auffassung findet in Winer sR. W. mit. Opfer) ihren Hauptrepräsentanten. (1J) Was jenen Fortschritt vorerst bettifft, so' wird solche allerdings schon ״) ׳) (St sagt: קלננות טגח ומילה אין השכל «סייגן ולא מרסיקן (Kus. 0. 48; über die Beschneidung sieh nach III. 7.) (Der Brschneidung legt er noch eine symbolische Bedeutung bei. llus. 1.115. Kobak.) (״) Winer sagt: ״Aber daß die Gottheit wenigsten den angenehmen Duft der Opfer einathme, war Darstellung desinnlichen Alterthums, die sich auch - noch in der hebt. Sprache ausdrückt Lev 19/lmn. 15, 7." —-Bergl. auch Bauer (Lheol.