Jeschurun
- Journal
- Jeschurun
- Volume
- 1857
- Issue
- Heft I. (1857)
- Date
- 1857-01-01
- Page
- Seite 14 (sequence 14)
- Language
- Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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14 Eine dritte Meinung ist die deS Grotias (De verit. relig. Christ Lib. V.), welcher die Opfer als etwaS AeußereS, als ein konventionelles Institut betrachtet. Die Menschen hätten sich zu einem Acte, für einen factischen Kultus bestimmt, die Opfer seien mit einem Worte: eine Erfindung der Menschen. Er sieht den Ursprung und zugleich dessen Unwerth in der Bibelstelle (Jesaias 29, 13.). Allein wolle man zu den trüben Quellen svlcher Exegese die Zuflucht nehmen, so niuß daS Allerhei. ligste daS Profanste werden und unter solchen Händen seinen Geist auShauchen, Sind Opfer nichts anderes als eine bloße Erfindung, liegt ihrem Ursprung keine tiefere Idee, keine psychologische Nothwendigkeit zu Grunde und sind sie überhaupt nichts weiter als eine bloße Eelebra׳ tion deö öffentlichen Gottesdienstes, dann ist schwer einzu. sehen, warum die Menschen gerade zu einem blutigen Acte sich vereinigt hatten, warum ferner die Opfer, welche man einmal aus irgend einem Grunde für nothwenbig hielt, nicht auf die Vegetabilien, auS welchen die frühesten Opfer bestanden (§. 4) beschränkt blieben. Wir wollen daher zur Würdigung jener Meinung nur noch erwähnen, daß Jurieu, wie weit er auch von der Philosophie sich entfernt hält, jene Auffassung alö unphilosophisch verwirft, (c. l. S. 83 ) — Eine vierte Auffassung ist die der meisten ältern Rabbinen, von welchen ich nur deS Soharö erwähnen will. Nach ihm wird durch daS Opfer die höhere und die sublunarische Welt mit Duft erfüllt. (10) ES genüge jedoch über die Würdigung der Mystik daö, WaS wir oben (§. 1.) gesagt haben. ' (1״) Er heißtbei ihm :pvom בגני קרבן אחנסמי כנילאין; sich weiter»» hierüber bei Horwil* סני לוסיס הגליח fol. 211, b.