Mannheim
Compact Memory

Jeschurun · 1857-01-01 · Heft I. (1857) · p. Seite 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jeschurun
Volume
1857
Issue
Heft I. (1857)
Date
1857-01-01
Page
Seite 13 (sequence 13)
Language
Hebrew
Belongs to
journal issue
OCR quality
91% known words query
IRI
…/3768355-7155807-7176755--0018-3768371
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

13 sich, dem bedorzugstrn,Geschöpfe und der übrigen Schopsung sich bewußt wurde; nach Bahr mußten ober die Opfer, alö Form,jener Aeußerung der göttlichen Idee, aller Entwickelung dorangegangen sein. fS. Gen. 1, 28; 3, 10 u. 22.) ES ist ferner unerklärlich, wie die Opfer, die nach Bahr, so eng mit dem religiösen Gefühl verbunden, gewissermaßen ein integrirendeS Moment desselben sind, aufhören konnten, ja sogar unseren Begriffen und Vorstellungen als etwas Unnatürliches erscheinen? Bahr unterscheidet den Standpunkt unseres reflectirenden Bewußtseins von dem der ersten Menschen; (9) allein wie geschah eö, daß die gebildetsten Völker deS AlterthumS, die Griechen und Aeghpter nicht am wenigsten sondern gerade am meisten geopfert, dei^ausgebildetsten Kultuö gehabt haben? Sollte man die rrflexion eineS SocrataS, Plato, Aristoteles u. A. mit der der ersten Menschen identificiren wollen? Endlich aber bleibt es unerklärlich, wie nach der Bäh'rschen Theorie, nach welcher die Opfer der äußere Act der Hingabe deS ganzen SrinS deS Opfernden an dir Gottheit sind, diejenigen Völker opfern konnten, welche Götter entgegengesetzter Natur anbeteten, wie die Perser den Ormuzd und Ahnman, die Griechen lind Röiner den Jllpiter und den Pluto, da sie ja in entgegengesetzter Weise ihre Individualität nicht aufgeben unb zu gleicher Zeit in die verschiedenartigen Naturen eingehen können. Wir können daher trotz der Mitautorschast eines Bahr mit jener supernaturalistischen Auffassung nnö nicht befreunden. —• (י) Er sagt: ״Auf dem Standpunkt unseres reflectirenden Bewußtsein», wo wir gewohnt find, Göttliches und Ra« türlicheS, Geistiges und Leidliches zu tragen, mag diese Form immerhin auffallend erscheinen; denken wir uns aber in jener Anschauungsweise hinein, welcher daS Göttliche und Geistige unzertrennlich vom Natürlichen und Leidlichen ist, so liegt eS in der That nicht so fern, daß der Mensch den innerlichsten Act der Hingabe irgend eine- Lebendigen, daS er liebte wir fich selbst, darzustrllrn sich gedrungen fühlte.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.