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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 6 · p. Seite 240

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / -l-
Date
1862-01-01
Page
Seite 240 (sequence 3)
Language
German
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240 Reccosioneu und Anzeigen. teren Israeliten theilweise eine symbolische Richtung nahm. Im Buche Coeri wird die Skifishatte mit ihren TheÜea dem Gerippe des Menschen verglichen. Christliche Scbriflfbrscber haben viel Geist, Gelehrsamkeit und Scharfsinn auf den weiteren Ausbau dieser Symbolik gewandt. Ihnen schlisset sich auch der Ver• Iksscr an. Seihst das Material» r. B. Gold, hat ihm symbolisehe Bedeutung. 80 heisst es S. P3 von dein Altar, Leuchter und Scbaubrodtische im Heiligthutn: ,»Das alle als Gemeinsames Aasr.eichneude ist das Gold, in deat sich das verklärte Sein auf Erden, das Licht der himmlischen Berufung zum Volke Gottes ausprsgt.“ In der Note hierzu wird noch bemerkt: ״Jakob Böhme sagt Aurora XVIII, 16, 8. 214: ״Venn das Gold, Silber, י Edelgestein nnd alles lichte Erz hat seinen Ursprung vom Lichte, welches vor den Zeiten des Zorns ln der aussersten Geburt in der Notar geschienen hat." — Auch die heidnischen Nationen sclunitcktea ihre Altäre damit, wie die Beispiele bei Herodot I, 181 und 183 zeigen.“ Also auch die Heiden sollen zu dergleichen das Gold nicht blos seiner Kostlarkeit, sondern eben seiner symbolischen Bedeutung wegen gewählt haben? Hiervon deutet wenigstens Herodot an den angeführten Stt'Unn Nichts an. Mit etwas Phantasie kann man leicht in Zahlen, Farben, Pflanzen and Thiergestalter die mannigfachste Symbo• lik hin ein tragen und dies zu homiletischen, mystischen Zwecken benutzen. Alles passt, denn man sucht natürlich nur, was man möglicherweise finden kann, und schliesslich haben die Maasse und das Gemessene die oßthige Elasticicät, um mit einander sich in Einklang tu seinen. Die Hauptfrage aber, auf welche wir hier näher nicht eingeben können, bleibt, ob schon Mosas bei dem ihm aufgetrageoen Lau des Heiligthums an E5069 der verschiedenen symbolischen Svsteme zu denken veranlasst war, welche neueste Mystik erfunden hat. L’r würde es dann aus• gesprochen haben, die Propheten hatten auf dergleichen hingedeutet, and Zahlen, Maasse, Constraction und Materialien h&t• ten stets gesetzlich stereotyp bleiben müssen, damit die hei» lige Symbolik nicht deraoglrt werde. Dass es an einem solchen Qesetse fehlte, dass es bei dem Salomonische« und dem nachexllischen Tempel >v keiner Welse Platz greift, darf nicht erst gesagt werden. Immer jedoch wird bei Untersuchungen über die Constructioo

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