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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1862-01-01 · Heft 6 · p. Seite 241

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
11 (1862)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension] / -l-
Date
1862-01-01
Page
Seite 241 (sequence 4)
Language
German
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ReceasioDcn un<l Anzeigen. M\ ״nd die Gerltbe der Stjfisbütte Manches mit Nutze□ m Erwligang gezogen werden kbaoCQ, was der Verfasser zu Erklärung eioselner Schrift!teilen sagt. Dahin gehören z. B. die keinerkuogen Ober dar schartige Dach, s. L.??. 80. Der Vtrf. konnte eingehende Forschunge□ hier aber bei Saalschülz, Arcblol. der Hebr., Th. II. finden. Die Frage, welche Gestalt die Cherubim gehabt haben mögen, sucht der Verfasser □ach Beibringung awyrUct-pecsiscker Gebilde tu. erledige■ Von dtv Vovaussetrang, dass sie Thierleiber und Mensche0• Angesichter hatten, kommt der Verfasser schliesslich zu knie enden, geflügelten Stiersn mit einem Menschenand zwar Chvistuskopfe, denn Solches fördert ja eben die vorb!deutliche ÖymMik (6.13$, vgL S. 70). Da die Künstler, welche die Cherubim-Gestalten ausführten, anderthalb tausend Jahre vor Jeaas lebten, so mussten ihnen also seine Geäcbtszüge entweder bei der Arbeit in prophetisehen Gesiebtem vorsebweben, oder durch ein anderer Wunder ln ihren Stickereien, und zwar überall gleich, uatec dca Rinden sieh von selbst bilden. Aber auch der ״ChrieUtakcpf," wie ihn der Verf. denkt und zeichnet, ist ja nur eine Tradition künst*!arischer Phantasie. Ein wirklich es Purlrait an! der alten Zeit hat!ich bekanntlich nicht erhalten. Der Maler hat überall nach einem Modelle, und zwar seiner Zeit gearbeitet, und dies War denn häufig ein — polnischer Jude. Auch die Cherubim, wenn mit Menschen- Angesichtern, trugen gewiss volkstbümliehe, also jüdische Zuge; so zweifellos such Jesus. Die noch weiter gehende Mystik des Verfassers aber ir»t jedenfalls auch insofern, als die gehäuften Wuoder einer vorbildlichen Portrait- Aeholichkeit immer ganz zwecklos gewesen wären, da, als Jesus lebte, die Bundeslade und die Cherubim (schon von Salomo verändert) längst verroh wunden waren, eine Vergleichung nicht mehr siattänden konnte, das angenommene Moment der Vorbiidlichheit also mindestens keine Gelegenheit fand, sich gel* tend zu machen. Man sieht, bis zu welchen Extravaganzen man gelangen kann, wenn man die hypothetische Natur combioatorischer Voraussetzungen vergisst und. unbekümmert um die $idi erb eit der Basis, der Bau immer höher in die Luft führt, Will ja der Verfasser auch einen Abdruck seiner Zeichnungen für das Volk besorgen lassen, so überzeugt ist er von ihrer ab- ' soluten Richtigkeit, Was allerdings, abgesehen voq ihrem streng » (»akel, K1»0*U«krBLXI V

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