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Der jüdische Student · 1903-03-01 · Heft 12 (März 1903) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 12 (März 1903)
Date
1903-03-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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„die beste und schnellste Vollziehung ihres Anschlusses"-durch.-mündliche; Verhandlung erhoffe. Auf unsere Erwiderung, .dass wir^auf der Umänderung des . Namens unbedingt beharren müssten,' teilten ' sie uns ' mit, dass ihr .Konvent im Prinzip mit den Vorschlägen des ^V.J.St. einverstanden sei und - den Namen V.J.§t. annehmen werde. Nun betrau Jen wir unseren A.H. Ingenieur Max Po hl in Strasburg,, sowie" Bbdr. Dr. B. Kahn, den wir dorthin entsandten, mit der Zuendeführung der Verhandlungen, die denn auch am 2. März erledigt wurden. ' - ' , Unsere Vertreter einigten sich mit den De'L gierten der A.J.V. Herrn Dr.. phil. Dvanneriberg und Herrn cand. med. Simon Cahen (x) (XX), /auf.folgende Punkte (laut Protokoll): " . " 1. Der Name der A.J.V. ist fortan V.J.St. Strasburg im B.J.C., 2. die Farben sind B 1 a u-W e i s s-Q e 1 b (Vorher Blau-Weiss-Gold). 3. Zirkel der des V.J.St. 4. Wahlspruch: „Hilf dir selbst", 5. der neue V.J.St. .stellt sich auf den Boden der Kartellstatuten des B.J.C., nachdem über alle strittigen Fragen eine Einigung erzielt wurde, 6. der V.J.St. behält seine Statuten und Einrichtungen wie bisher bei, und hat die den Kartellstatuten des B.J.C. widersprechenden Paragraphen entsprechend geändert, 7. die Tendenz ist wie bisher: Hebung des jüdischen Selbstbewusstseins, dLz soll erreicht werden durch studentische Erziehung, durch, wöchentliche Vorträge über jüdische Themäta, sowie durch Stählung der körperlichen Kraft und Gewandtheit, H _ ' - 8. die Delegierten des B.J.C. haben die Forderung des A.J.V., dass im S.-S. 1903 ein A.J.Ver. I. Chargierter sein muss, zugestanden. Möge der neue Bruderbund durch seinen Eintritt in den B.J.C. Stärkung und Unterstützung in der Betätigung seiner Ideen, der B.J.C. aber durch s'cine Aufnahme einen kräftigen Mitarbeiter an seinen Plänen gewinnen! ' V.J.St. St., vivat, crescat, floreat! Vivant sequentes! Berlin und Charlottenburg. Am 27. Februar feierten die Karteilvereine Berlin und Charlottenburg ihr diesjähriges Winterfest in den Gesämträumen der Ressource zur Unterhaltung,-Oranienburgerstrasse. Ueber 500 Personen hatten sich eingefunden. Unter den zahlreichen Ehrengästen konnten wir u. a. begrüssen die Vertreter der B'ne-Brith-Logen, der freien -Verbindung Hasmonaea, des Turnvereins Bar-Kochba, des Vereins Dibbuk Chawerim und anderer Korporationen, sowie mehrere Rabbiner der hiesigen Jüdischen Gemeinde und Redakteure angesehener jüdischer Blätter. Während des Kommerses, weicher den ersten Teil des Festes bildete, präsidierten an 5 langen Tafeln und einer Ehrentafel 8 Bundesbrüder in ChargiertenvoHwichs. A.H. Dr. Emil Cohn hielt eine eindrucksvolle Tendenzrede,..in -welcher er die Daseinsnotwendigkeit der Vereine Jüdischer Studenten\nach> ■ wies, — ein grosser Fortschritt, da wir uns früher damit begnügen mussten, unsere Daseins blrechtigun g zu betonen. Der Kommers bot recht viel. Abwechslung. Es wurden jüdische und studentische Lieder gesungen,;die Bundesbrüder J. Lebowitz und Rosenkranz, sowie Frl. Conrad erfreuten die Anwesenden durch deklamatorische und musikalische Vorträge, namentlich gefielen die jüdisch-deutschen Lieder von Bbdr. Lebowitz. Den Absc'hluss des Kommerses bildete eine gelungene Bieroper, deren Hauptrollen ,von den Bbdr. Bbdr. J. und S. Lebowitz, Pinczower, Jacobsohn sehr gut. -gespielt' wurden. Darauf begann der Ball, welcher bis zum kommenden Jf\ rgeh währte, und nur von einer gemütlichen Kaffeepause unterbrochen wurde.;

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