Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 1 (1902-1903)
- Issue
- Heft 12 (März 1903)
- Date
- 1903-03-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Noi 12. WMyJ: i'-V Vä.hna": (Frl. Ida Dresdner). In* die. weitere QeffenHichkeit trat der Verein durch Veranstaltung eines R e z \ t a t i o n s a b e n d s. jung-jüdischer Dichtungen und,eines Kränzchens, das für die Unterstützungseinrich-. tungen des Vereins einen Betrag von I40Ö Kronen abwa'rf. Die Mitglieder, beteiligten sich an den Arbeiten des Vereins für j ü d i s c h e S t a 11 - s t i k und. der hiesigen Toynbeehalle. Gemeinsam mit. den jüdischnationalen Studenten der anderen Universitäten Oesterreichs überreichten wir den akademischen Senaten der vier Prager Hochschulen ein Gesuch um Anerkennung der judischen Nationalität. Die 1300 Bände zählende Bibliothek verlieh im Laufe des Wintersemesters 870 Bücher an Mitglieder und Nichtmitglieder, ist also die am stärksten frequentierte jüdische Bücherei von Prag. In Anerkennung dieses Umstandes hat die „Prager israelitische Kultusgemeinde44 unserer Bibliothek eine Subvention von 100 Kronen zugeführt. In unserem Lesezimmer liegen über fünfzig Zeitungen aus. Die Neuwahlen ergaben folgendes Resultat: phil. Hugo Berg!-, mann Obmann, M.A.C. Josef Kohn Obmannstellvertreter; J.U.C. Arthur Bergmann 1. Schriftführer, ehem. Emil ,0 p 1 a t k a 2. Schriftführer; M.A. C. Alfred Capek Kassierer; techn. Arnold Herzog Bibliothekar; iiur. Leo Bass Zeitungsverweser; verstärkter Ausschu.ss: iur. König, itir. Paul Kohn, med. Emil Zuckerkandl. Vereinsnachrichten. Aus dem B.J.C. Bericht über den Anschluss der Akademisch-jüdischen Vereinigung zu Strassburg an den B.J.C. Im März laufenden Jahres hat der B.J.C. durch den Anschluss der Stra'ssburger Akademisch-jüdischen Verbindung eine hoffentlich segensreiche Erweiterung erfahren. In Strassburg be-stand bereits seit längerer Zeit eine Vereinigung, die, wie ausdrücklich hervorgehoben zu werden verdient, in ihren Tendenzen mit dem B.J.C. fast völlig übereinstimmte. Hebung des jüdischen Selbstbewusstseins, bewirkt durch Vorträge über jüdische Geschichte und Litteratur sowie durch Stählung der körperlichen Kraft, das ist das Ziel, das diese Vereinigung sich gesteckt hatte und das sie nun durch Anschluss an den B.J.C. in noch erhöhtem Masse zu erreichen sucht. Anfang Februar reichte ihr Erstchargierter cand. med. Simon C a h e n , ein diesbezügliches Gesuch an den Berliner V.J.St. ein, der es an den Münchener Kartellverein, als den derztg. Präsidialverein, weitergab. Dieser betraute eine Kommission mit der Erledigung der Vorverhandlungen, die denn auch üMer Leitung von Bbdr. Sichel geführt wurden. Um nicht aufs Ungewisse Vertreter nach Strassburg zum Abschluss der Verhandlungen "zu entsenden, wurden der A.J.V.. -schriftlich die Bedingungen mitgeteilt, unter denen dep Eintritt erfolgen könnte. Verlangt wurde: 1. Annahm edesNamens „Verein Jüdischer Stüde ri- , ten an der Universität Strassburg". 2. V o 11 s t ä n d äg e Annahme der B.J.C.-S t ä t u t e n. die wir nun doch, um Missverständnissen vorzubeugen, des näheren er-; * läuterten. Darauf antwortete die A.J.V... dass sie, wenn auch ungern, sich mit der Namensänderung einverstanden erklären würde/im übrigen aber