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Der jüdische Student · 1903-03-01 · Heft 12 (März 1903) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 12 (März 1903)
Date
1903-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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206. t;- - ' •' . - ' ' ■ . :;:^q::i2.;:^: '* * - sehen, ist, eine Anzahl neuer anthropologischer Momente aufgedeckt. Durch kephalometrische Studien, die er beiden .nach der allgemein herrschenden Ansicht fein germanisch gebliebenen Friesen, speziell den Nx>4dfriesfcny an- " stellte, und die iihn lehrten,- dass der germanische Langsc'hädel unter ihnen; völlig ausgestorben sei, gelangte er zu der Erkenntnis, dass der i s-o.-.; k e p .h a,l e Schädelbau, den er in dieser durch Alkoholisrnus degenerierten . und zu Geisleskrankheiten und Taubstummheit stark disponierten. Bevölkerung häufig fand — besonders bei den' Kindern zu Nieblum auf'Föhr; — eine degenerative Form darstelle. Diese Form fand er nun auch' ..unter jüdischen Taubstummen, wenngleich nicht so häufig, wie bei den Friesen, und jene Taubstummen zeigten zugleich die blonde Komplexion.*. Etwas seltener war die Isokephalie bei den vollsinnigen Anverwandten derselben vorhanden, und bei diesen wieder häufiger als bei unbelasteten Juden. W. ist nun der Ansicht, dass die jüdische Rasse in Gestalt , jener isokephalen blonden Taubstummen einen fremden Rassenbest-ndteil (vielleicht, amoritischer. Herkunft) ausscheide. Aus seinen genealogischen Untersuchungen in Nordfriesland ist W. weiterhin zu dem Begriff der psychopathischen Affinität gelangt, nach dem den belasteten Individuen ein unbe^wusster- Drang zur ehelichen Verbindung innewohnt, ein Mittel, durch das die Natur eine Pötenzierung des Uebels in den degenerierten Familien und eine urn-so raschere Ausscheidung derselben erzielt. So wird bei den Friesen, bei den die Regeneration infolge der Verwüstung der Keime durch den Alkoholismus unmöglich geworden ist, die Inzucht zum Fluche; der jüdischen Rasse aber wird sie zum, Segen gereichen, wenn die Regeneration der nicht - "durch die Inzucrit entstandenen, aber durch die potenzrierbaren Uebel erfolgt ist. Auf Einzelfragen, wie die Häufigkeit der Langschädel unter Sephardim und Aschkenasim, den Bau des Hinterhauptes am .semitischen Langschädel sei nur kurz hingewiesen. Die zu erwartende vollständige Veröffentlichung der Untersuchungsresultate wird den Beweis für manche Behauptung noch in weiterem Umfange zu erbringen haben; aber zweifellös ist eine Anzahl gänzlich neuer Gesichtspunkte für die jüdische Rassenf rage durch diese Untersuchungen gewonnen. Waldenburg schreitet nicht auf ausgetretenen Pfaden vorwärts. Dr. S a n d 1 e r. Von Hochschulen und Universitäten. Prag. Der Verein jüdischer Hochschüler Bar Kochba hielt am 23. -Februar seine Generalversammlung ab. Obmannstellvertreter J.U.C. Arthur Bergmann eröffnete die Versammlung, worauf der Obmann J.U.C."Ernst Gütig den Rechenschaftsbericht über das XX. (Winter-) Semester ~er-;stattete. Aus ahm geht hervor, dass die Vereinstätigkeit eine sehr rege wan Es wurden zwölf Vereinsabende abgehalten, an denen Vorträge und Diskussionen stattfanden. Die Vorträge behandelten: „Die leitenden Ideen der Emanzipation" (phil. Bergmann), „Die Entwicklung des zionistischen;öed'anken" (J.U.C. Gütig), „Vrchlickys Bar-Kochba" (techn. Metzl); f^iDie. Emanzipation der böhmischen Juden" (ehem. Bon di), „Die demokratisch-zionistische Fraktion" (J.U.C. Gütig), „Die Frau in Morina

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