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Der jüdische Student · 1903-03-01 · Heft 12 (März 1903) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 12 (März 1903)
Date
1903-03-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Emil C o h ri' ist nunmehr im .Sonderabdruck erschienen. Das Stück, siQmmt aus, den -Fudhsensemestern "des '.Verfassers, was eine im ganzen recht äusserlicfre,< manchmal grobe Aüftassu'ng des Assimilationsmilieus entschuldigt. Die dungjüdische Gefühlswelt ist, wenn auch im.ganzen typisch, so doch aus einem warmen Herzen heraus zum Ausdruck gebracht. Das starke drajria'tische Talent des Verfassers dringt an vielen Stellen unmittelbar hervor und sichert dem Stück für Aufführungen in iungiüdischen Zirkeln sadher die richtige Wirkung. Es wäre dringend zu wünschen, dass diese Art litterärischer Betätigung, wie vom Verfasser selbst, so durch andere dramatisch beanlagte V.J.St-er überhaupt fortgesetzt würde. Besteht doch darin ein Teil, vielleicht der wichtigste, unserer Tendenz, dass jeder mit seinen spezifischen Fähigkeiten für ein entsprechendes Stück jüdischer Arbeit interessiert wird. A. B. , Mitteilungen der Gesellschaft für jüdische Volkskunde. Herausgegeben von M. Grunwald. Heft XI. Hamburg 1903. Das XI. Heft der verdienstvollen „Mitteilungen" bringt von dem Herausgeber selbst „Die Statuten der Hamburg-Altonaergemeinde vor: 1726**, in der Uebensetzung aus dem Hebräischen durch Israel Michael, Breslau, Schreiber und BLglaubten der Gemeinde. Man braucht nicht erst darauf hinzuweisen, dass ein Teil des gesetzlichen Materials in viel frühere Zeit hinaufgeht, wie auf den grossen kultur- und sittenhistorischen Wert dieser Veröffentlichung zu verweisen. Eine Veröffentlichung wie diese, zeigt .uns, wieviel wichtige Beiträge für die Geschichte der Juden wir aus Archiven von Städten und Gemeinden zu sammeln hätten,'wenn wir ein ordnungsgemäss fungierendes Organ für jüdische Wissenschaft besässen. — A. Lari-! dau bespricht die im Verlage des Woschod 1901 erschienenen „Jüdischen Volkslieder in Russland, gesammelt und herausgegeben von S. M. Ginzburfc und P. S. Marek". Die ausserordentlich wichtige Sammlung ist seinerzeit auch im V.J.Sfc. von Zlocisti besprochen worden und soll jetzt neu erscheinen, wobei hoffentlieh die in der Tat gerechten Aussteilungen des Referenten berücksichtigt werden. Landau versucht in seiner Besprechung, die Lieder nichitjüdischen Ursprungs auszuscheiden, was ihm auch bei einer grossen Zahl geliingt. Wenn er S. 66, dem „Jargon" die Leistungen einer Kultursprache abspricht, so müssen wir gestehen, anderer Meinung vom der Kraft des Jüdischdeutschen zu sein. —Die „Mitteilungen" berichten auch von einer erfreulichen Vermehrung der Bibliothek und des Museums der Gesellschaft. Hoffentlich schreitet diese so fort, dass die Gesellschaft daran denken * kann,, ihre Sammlungen selbständig aufzustellen. Dass die Bestrebungen d'er Gesellschaft immer weitere Verbreitung finden, zeigt ja auch die ebenbevorstehende Gründung eines Museums für jüdische Altertümer in London. M. A. Dr. Alfred Waldenburg. Das isocephale blonde Rassefoeiement unter HalMgfriesen und jüdischen Taubstummen. Berlin, Calvary 1902. ' . , / Waldenburg hat in seiner Arbeit, die nur als vorläufige Mitteilung umfassender geologischer und kephalometrischer Untersuchungen anzu-

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