Mannheim
Compact Memory

Der jüdische Student · 1903-02-01 · Heft 11 (Februar 1903) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 11 (Februar 1903)
Date
1903-02-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3537599-3553284-3553294--0192-3553476
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Nr. 11. 193. Gerson Pra;szkie r, stud. ing. als Schriftführer, Georg K r o h i, stucL mg. als Schatzmeister, Meier M i c h e 1 o w s k y , stud. ing. als Bibliothekar. Briefe sind zu adressieren: Jüd. akad. wissensch. Verein „Zeire Zion" Eriedberg i. H., Kaiserstr. 128. Friedberg. Charakteristisch ist die feindliche Stellung, die die einzelnen antizionistischen Kommilitonen aus R u s s l a n d unseren Bestrebungen gegenüber einnehmen und besonders die Mittel, nach welchen sie greifen, um denselben zu widerstreben. Diese Stellung und Mittel kamen beispielsweise zum Ausdruck in der Beseitigung zweier auf den Tisch der russischen Lesehalle - die, nebenbei bemerkt, statutengemäss paiteilos ,sein soll durch unseren Gesinnungsgenossen gelegten zionistischen Broschüre, in der Vereinigung an der Enquete über die „Jüdische Hochschule" teilzunehmen, in der Weigerung einem zionistischen Kommilitonen Zeichnungen zu zeigen, (,,er solle sich an die Zionisten wenden", lautete die Antwort des Hebenswürdigen Gegners), im Irreführen eines neuangelangten und nach Zionisten fragenden Studierenden, dass es hier .,nur zwei Zionisten" gäbe, die jedoch uneinig seien u. a. rr>. Bezeichnend ist feiner die Aeusserung eines in ,,jenen" Kreisen massgebenden Herrn, dass der Verein Z. Z. schon deshalb nicht erwünscht ist, weil er die christlichen Kommilitonen ,,auf das Vorhandensein von Juden aufmerksam mache" und somit den Antisemitismus hervorrufe. Es ist nicht unsere Absicht, den Mangel an Rückgrat und Selbstbewusstsein dieser Kreise näher zu kennzeichnen. Deuts'ch-jüdische Studenten haben ohnehin kein- Verständnis für die „Ideale" dieser merkwürdigsten aller Assimilationen. G. P. Vereinsnachrichten. Aus dem B.J.C. A.H.B. Am Dienstag, d. 3. Februar, fand ein a. o. A.H.C. statt,, da der auf Donnerstag, d. 29. Januar einberufene ordentliche A. H. C. des W.-S. nicht beschlussfähig war. Nach Vorlesung der eingelaufenen Briefe und Prüfung der Kasse wurde dem bisherigen Vorsitzenden Decharge erteilt. Es wurde beschlossen, dem Verein die ihm statuarisch zukommenden 25 Prozent der Einnahmen des A. H. B. aus dem W.-S. 1902/03 nicht bar auszuhändigen, vielmehr hierfür der Bibliothek eine Zuwendung zu machen. A. H. Dr. med. Robert Hantke legte den Vorsitz nieder, da'er auf einige Zeit Berlin verlässt. An seiner Stelle wurde A. H. Dr. iur. ' lax Eschelbacher zum Vorsitzenden bis Ende Juli gewählt. Alle Briefe und Geldsendungen sind nunmehr an seine Adresse Berlin O., A l e x a nderstrasse N o. 49, zu richten. ' Berlin. Im Monat Januar wurden folgende Vorträge gehalten: Herr Schriftsteller Albert Katz: „Lord Byron und seine hebräischen Dichtungen"; Herr Dr. A. N ossig: „Das Wesen des Mosaismus"; Bbdr. cand. phil. G. Weil: „Der jüdische Arbeiterbund in Russland und Polen";

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.