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Der jüdische Student · 1902-06-01 · Heft 3 (Juni 1902) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
1 (1902-1903)
Issue
Heft 3 (Juni 1902)
Date
1902-06-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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No. 3. 43. je weniger er über das Judentum unterrichtet ist, für um so gebildeter wird er gehalten. Es giebt auch eine ideelle Judenfrage, die nicht minder bedeutend und wichtig ist, als die materielle und politische Seite dieser Frage. Es ist die Frage nach der Fortexistenz des Judentums! Sprechsaal. Von unserm A. H. prakt. Tierarzt Max Jungmann erhalten wir zum Sehächtverbot folgende Anregungen: Das Schächtverbot in den städtischen Schlachthäusern gehört zu den Befugnissen, welche den Gemeinden auf Grund der ihnen gesetzlich zustehenden kommunalen Autonomie zukommen. Wie das Oberverwaltungsgericht in einer Klagesache gegen den Magistrat der Stadt Angermünde erkannt hat, — es wurde ein auf Grund der Schlachthaus-Betriebsordnung vom Inspektor erlassenes Schächtverbot im Verwaltungsstreitverfahren angefochten — sind die Gemeinden befugt, die in ihren Schlachthäusern anzuwendenden Schlachtmethoden selbst zu bestimmen und die Anwendung des Schächtschnittes überhaupt zu verbieten. Zu dieser durch die Tagesblätter gegangenen Notiz hahe ich zu bemerken, dass wir sehr auf der Hut sein müssen, wenn nicht andere Städte dem Angermündeschen Beispiele folgen sollen. Ich bitte die 1. Bundesbrüder, sich über „das Schächten" ,zu orientieren, um agitatorisch für dasselbe eintreten zu können. Zu empfehlen ist das Studium der Dembo'sehen Broschüre. In der Berliner Vereinsbibliothek befindet sich übrigens eine in knapper Form gehaltene Abhandlung über das „Schächten11, welche wohl zur Orientierung genügen dürfte. Wie uns mitgeteilt wird, könnte in G. ein Spezialarzt für Augenkrankheiten und ein solcher für Hautkrankheiten lohnende Praxis finden. A. H. A. H., die darauf reflektieren, erhalten gern von der Redaktion Mitteilung über den Namen der Stadt. Die Tägliche Rundschau schreibt in No. 22fr vom 16. 5. 1902: „Der Jüdische Student" nennt sich ein neues Blatt, das als „Organ der Berliner jüdischen Studentenvereine" erscheint und von dem Zionistenführer Dr. Heinrich Loewe herausgegeben wird. Es trägt als Motto: „Für Freiheit und Judentum!u und will der Hebung gesunden jüdischen Selbstbewusvtseins dienen. — Herr Loewe gehört so ziemlich zu den dreistesten Gliedern seiner Rasse. Seine Reden pflegen von höhnischen Herausforderungen des Volkes, in dessen Mitte dieser (im übrigen nicht untalentierte) Herr annoch wohnt, geradezu zu strotzen. Wenn Herr Loewe also auf eine Hebung des „gesunden jüdischen Selbstbewusstseins" hinzuwirken wünscht, so kann man sich auf allerlei Munterkeit gefasst machen.u — Der Täglichen Rundschau und ihrem feigen Anonymus ist darauf zu erwidern, dass es absolut erdichtet ist, dass der Herausgeber dieses Blattes jemals in irgend welcher Weise die deutsche Nation angegriffen, gehöhnt oder verunglimpft hat. Das Gegenteil ist der Fall! Wohl aber hat er sich

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