Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 2 (Mai 1933)
- Date
- 1933-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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4. Reaktion der Juden auf Dreyfußpro2efi und „Judenstaat" und Herzls Antwort (,,Protestrabbiner"). Die ersten Gefährten Herzls. Ursprung und Ziel der Chibbat Zion und ihre Verschiedenheit vom Herzischen Zionismus. Vorbereitungen zum Kongreß, 5. Der 1, Kongreß als entscheidender Moment der neueren politischen Geschichte der Juden. Das neue Ziel und der Judenstaat". Die Organisation als „Judenstaat" unterwegs. 6. Kongreßgeschichte bis zum Tode Herzls. Den Uganda-Plan. Warum wollte Herzl Uganda? Den Territorialismus und seine Entwicklung bis heute. 7. Achad Haan und Herzl. Das Wesen ihrer Gegnerschaft. Das Problem hebräischer Sprache und Kultur für den Westjuden. Herzls „Menorah". 8. Herzls soziale Ideen. „Altneuland". Seine Stellung zu Sozialismus und Kapitalismus. Seine natürliche Gegnerschaft zur 'materialistischen Geschichtsauffassung, verbunden mit der Anerk .nung der materiellen Kräfte (Judennot als Motor der Bewegung.) 9. Herzls Fortleben im Bewußtsein der Juden. Die Stellung der zionistischen Parteien zu ihm. Wie weit sind in Palästina Vorstellungen Herzls verwirklicht? Seine bleibende Gestalt als Führer zum zionistischen Handeln und Denken. Der Kurs ist hauptsächlich als Fuxenkurs gedacht. Doch können die Referate im allgemeinen wohl nur von Burschen so gehalten werden, daß sich für die Erziehungsarbeit wesentliches ergibt Deshalb sollten möglichst viel Burschen an ihm teilnehmen. Als Literatur sind natürlich Herzls sämtliche Schriften notwendig, als Leitfaden für das Ganzedie Tagebücher. Zu der Auseinandersetzung mit Achad- Haam müßten auch nicht übersetzte Aufsätze aus dessen Schriften herangezogen werden, z. B. seine Kritik zu „Altneuland". Zum -ersten Referat müßte man die zeitgenössische europäische Literatur zum Vergleich heranziehen, um sich ein Urteil bilden zu können. Beim fünften hat man Gelegenheit, zu den russischen Kolonisationsversuchen Stellung zu nehmen. Natürlich ist der vorgelegte Plan nur ein ganz unverbindlicher Vorschlag. Es wäre wichtig, daß die Verbindungen, die den Kurs abhalten werden, von Zeit zu Zeit über ihre Erfahrungen berichten und Vorschläge zur Aenderung machen. Wir könnten diese dann den anderen Verbindungen mitteilen und die Arbeit würde durch solchen Konnex sicherlich gefördert werden. Von der Hebräischen Universität in Jerusalem, Von A. Fraenkel, Kiel. Wenn ich, der Aufforderung der Redaktion folgend, über die Hebräische Universität berichte, so will ich mich hier auf diejenigen. Punkte beschränken, die im Hinblick auf die jüdische Jung- und Altakadcmikerschaft Deutschlands von besonderem Interesse scheinen. Vieles andere soll daher tinerörtert bleiben. 1, Vom Umfang des bestehenden Lehrbetriebs, Obgleich die Universität ursprünglich als Forschungsanstalt eingerichtet wurde und auch heute noch keineswegs eine Voll-Universität darstellt, ist doch neben der Forschung, deren 68