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Der jüdische Student · 1933-02-01 · Heft 1 (Februar 1933) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
30 (1933)
Issue
Heft 1 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
[Seite] (sequence 60)
Language
German
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bekamen, obwohl sie mehrfach vorbanden sind. Das Heim als Rahmen betrachten wir als unpassend» (Daß der Oneg an solchen banalen Hindernissen scheitert, läßt die eigenartige Leipziger Situation erkennen. Solche Dinge verbittern auch die ganze Arbeit in der hiesigen Verbindung in die bei allerbestem Willen kein Leben einzuhauchen ist.) Rezeptionen haben wir bis Dato noch nicht vornehmen wollen, denken aber jetzt an Keilarbeit heranzugehen. Einige brauchbare Jungen sind leicht zu gewinnen. Im Februar ist geplant, in Weißenfels (Saale) Propagandareferate von 3 Bundesbrüdern vor der dortigen Jugend halten zu lassen. Der Konnex der Verbindung mit der A.H.-schaft ist sehr mangelhaft. Die hiesigen A.H. A.H. kümmern sich selbständig gar nicht um uns, erscheinen niemals zu Veranstaltungen und Konventen. Es ist eine sehr undankbare und zwecklose Aufgabe immer wieder drücken zu müssen. Wir nehmen aber an, daß durch die gemeinsame Vorbereitung des Kartelltages, der sicherlich in L. abgehalten werden wird, vielleicht eine Annäherung auf dieser Arbeitsbasis möglich ist. Das ist in kurzen Zügen unsere Arbeit. Der Bericht ist ungefärbt. Doch trotz aller Arbeit, die ja geleistet wird, entsteht bei uns keine Lust zur Verbindung, und darüber hinaus hat man das Gefühl, daß den Leuten der Gedanke des Zionismus ziemlich gleichgültig ist. Gegen diese Indifferenz läßt sich nicht ankämpfen. Das beweisen die seit Gründung der Verbindung vergangenen Semester, Der einzige Ausweg; Ueberweisung von 3—4 sehr rührigen Bundesbrüdern, die auf 2 Semester die Arbeit in die Hände nehmen. Anders sieht die Charge keinen Ausweg. Wir glauben, daß sonst die Verbindung im Sommer-Semester nicht mehr existieren wird. Zur Arbeit des Berufsressorts. Von Heinz Simon, Köln. Das Berufs-Ressort ist seiner Natur nach ein rein technisches Ressort. Es ist für den Außenstehenden nur sehr schwer zu beurteilen, ob in technischer Hinsicht lalle 'Möglichkeiten ausgenutzt werden. Möglich, aber ich bezweifle, daß diese wie manche andere Aufgabe überhaupt mit vollem Erfolg durchzuführen ist, bis es gelingt, bei den Bundesbrüdern, vornehmlich bei den A.H. A.H., wieder die Atmosphäre der Bundesbrüderlichkeit, des engen Zusammenhalts und vor allem des Willens zu einander zu erzeugen, die für jeden Bezirk unserer Arbeit unumgänglich notwendig ist. Erinnert sei nur an die Kreditgenossenschaftsbank des Kartells, die, von allen Seiten begrüßt, trotz ihrer anerkannten Bedeutung allem Anschein nach in den Anfängen stekken bleibt. Doch zunächst zu Eurer Spezialfrage. — Das Berufs-Ressort hat sich m. W. bisher in der Hauptsache darauf beschränkt, Bundesbrüder in der Wahl ihres Berufes zu beraten und ihnen später Niederlassungsmöglichkeiten oder Stellungen nachzuweisen. Eine sehr wichtige Aufgabe ist dagegen vernachlässigt worden, nämlich die, dafür zu sorgen, daß die Bundesbrür der sich gegenseitig beruflich mehr unterstützen als sie es tun. Es wäre Unsinn, eine wirtschaftliche Autarkie des K.J.V. zu predigen, aber es müßte 58

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