Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 57)
- Language
- German
- Belongs to
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Die .Innenarbeit unserer Verbindung besteht aus 2 Kursen, von denen der Fuxenkurs im wesentlichen ein Tendenzkurs ist (Hess, Pinsker, Herzl, Achad Haam), weiter die Geschichte des Zionismus behandelt einen kurzen Ueberblick über das Werden des Kartells gibt, nach der guten Arbeit von Walter Gross und einer Auswähl von Kartellzeitschriften. Der Burschenkurs behandelt Palästina in folgenden Referaten: 1, Palästina: Land und Leute. 2. Landwirtschaftliche Kolonisation. 3» Industrie, Handel und Gewerbe. 4. Sanitätswesen. 5. Arbeiterbewegung, Frauenbewegung. G, Leben und Ideologie der Kwuza und Moschaw-Owdim. 7. Staatsrechtliche Stellung Palästinas. 8. Rechtswesen in Palästina. 9. Juden und Araber. 10. Kultur in Palästina. 11. Zusammenfassendes Schlußreferat, Die hebräische Arbeit in München leistet A.H. Percikowitsch, an dessen Sprachkursen die Verbindung teilnimmt. Als gut bewährt sich die Einrichtung des Oneg-Schabbath, den wir, obwohl ein solcher schon von der hebräischen Sprachschule durchgeführt wird, auch von uns aus einrichteten. Die Verbindung besucht gewöhnlich beide Veranstaltungen, welche wöchentlich, alternierend, stattfinden. Unser Oneg-Schabbath wird eingeleitet durch ein geschichtliches Referat, und zwar über eine historische Persönlichkeit und ihre Zeit. Wir haben bis heute über Saadja, Jehuda, Haleri, Sabbatai Zwi und ein literarisches Thema (exotische Juden) gesprochen. Ein Beweis für das Gelingen des Oneg-Schabbath scheint uns seine Wirkung auf Außenstehende zu sein. Es gelang uns durch ihn 2 F.W.V.er zu interessieren. Eine Gesamtkritik des Semesters kann dieser Bericht noch nicht geben, da bei uns noch alles in der Entwicklung begriffen ist und das allerdings, wie wir hoffen, zum Guten. Im übrigen bitten wir das Präsidium durch geschickte Ueberweisungstechnik den Bestand der Verbindung für das nächste Semester zu garantieren. V. J. St. Berlin-Avukah. Die Verbindungsarbeit wurde aufgenommen mit 15 Burschen und 11 Füxen; je 3 Burschen und Füxe waren überwiesen. Der zionistische Bildungsgrad der Burschen sowie auch eines Teils der Füxe ließ es mit Rücksicht auf den vom Präsidium veranstalteten Schulungskurs ratsam erscheinen, im Rahmen des Verbindungskurses spezielle Themen wie das Minoritätenproblem, Kapitel aus der jüdischen Volkskunde, den Chassidismus u. a. behandeln und die Geschichte des Zionismus und seiner Auseinandersetzung mit den Gegenmächten zum Gegenstand des Fuxenkurses zu machen. Der Versuch darf als geglückt bezeichnet werden. Aus dem Kreise der Bundesbrüder wurde mit der Herausgabe einer vierzehntätig erscheinenden Presseschau begonnen. Von sechs Recipierten waren fünf Zionisten, von denen drei keine ideologische Schulung besaßen. Drei Bbr. Bbr. gehören zionistischen Jugendbünden an. Das allgemeine Bild der Verbindung ist gekennzeichnet durch den noch kleinen Stamm Berliner Bbr. Bbr. und eine im Verhältnis zur Zahl 55