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Der jüdische Student · 1933-02-01 · Heft 1 (Februar 1933) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
30 (1933)
Issue
Heft 1 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
[Seite] (sequence 52)
Language
German
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Kommunisten und Sozialisten machen, nie nationseinigende jüdischbewußte Zionisten. Wir Zionisten sollten für die Einheit unseres Volkes kämpfen, statt Gegensätze zu verschärfen. Jos. Rosenberg, VJSt. Kadimah-Berlin. Bericht des Außenressorts. Zum ersten Mal legt ein Ressort des Präsidiums für Außenarbeit seinen Jahresbericht dem Kartelltag vor. Seit ich auf dem Camp von Grossgaylow in meinem Referat „Zionismus im Angriff" (versucht habe, die zwingende Notwendigkeit der zionistischen Arbeit auf allen Tätigkeitsgebieten der Organisation zu begründen und systematische Erziehung dazu zu fordern, hat sich gezeigt, daß sowohl um die Anerkennung der Forderung wie um ihre Verwirklichung im Leben des Kartells schwer gekämpft werden mußte. Dieser Kampf ist keineswegs schon beendet. Als Ergebnis dieses ersten Arbeitsjahres ist zwar die Ueberwindung ideologischer Widerstände und mangelnden Verständnisses zu verzeichnen, die in allen Kreisen des Kartells in starkem Maße vorhanden waren, und die Zahl der Bundesbrüder, welche die Außenarbeit für unsere Erziehung für unentbehrlich halten, ist gewachsen. Aber die Auseinandersetzungen um das Prinzip der Außenarbeit und ihre Formen haben zeitweilig alle Energie in Anspruch genommen und die Entfaltung der praktischen Tätigkeit des Ressorts gehemmt. Immerhin ist es gelungen, in einigen Verbindungen wie Königsberg und Frankfurt eigene Initiative zu erwecken und organisierte und systematische Außenarbeit zu schaffen sowie an anderen Punkten Anfangserfolge zu erzielen, die noch ausgebaut werden müssen. Auch die Bildung von Kreisen, die geschlossen in die politische Arbeit für die Organisation hineingingen wie z. B, in Riga und die Angliederung neuer Präsidialressorts wie die der Ressorts für Verteilung zionistischer Arbeit sind schließlich Folge der im Kartell durch das Außenressort neu erweckten Tendenzen. In der praktischen Arbeit mußte ich eine Reihe von Experimenten machen, ohne die Richtung zu ändern, die in eindeutiger Klarheit in meinem Aufsatz „Zionistische Jugend und Zionistische Organisation" in dem zum Delegiertentag der Z.V.f.D. erschienenen J.St. festgelegt ist. Die Möglichkeit, überall die jungen Bundesbrüder in die bestehenden Ortsgruppen einzufügen, erwies sich als nicht gegeben. Auch der von mir dann für größere Plätze beabsichtigten Bildung besonderer Jugendortsgruppen durch die Verbindungen stellten sich zunächst unüberwindliche Schwierigkeiten in den Weg. Das Präsidium glaubte daher, die Bildung sogen. Schülerbünde in den Mittelpunkt der Außenarbeit stellen zu müssen, um auf diese Weise Auffanginstrumente für die von den zionistischen Jugendbünden nicht erfaßbaren Jugendlichen zu schaffen und die jungen Bundesbrüder auf einem ihnen gemäßen Arbeitsgebiet zu verwenden. Andererseits kann nur auf diese Weise der regen Tätigkeit unserer jüdischen Gegner zweckmäßig entgegengewirkt werden. In Berlin schreitet die Schülerbundarbeit sehr langsam vorwärts. Ein langer Zeitraum an sich notwendiger Vorbereitung fehlt uns. Diese organisatorische und technische Vorbereitung muß nachgeholt werden. 50

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