Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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VI. Verschiedene Institutionen haben gleichlautende Bitten mit dem Wunsche um Publikation in unseren Kreisen geäußert. Das Technikum in Haifa bittet in Erneuerung alter Beziehungen um Ueberlassung wissenschaftlicher Literatur, vor allem von Zeitschriften, desgleichen der Verein jüdischer Ingenieure in Tel-Aviv. Technikum und hebräische Realschule (Bbr. Biram) in Haifa und das Kinderdorf Ben Schemen (Bbr. Lehmann) sind Abnehmer von Maschinen und sonstigen Einrichtungen, soweit sie zu einer Verwendung in Handfertigkeitskursen geeignet sind. VII. Das Präsidium hatte die Absicht, einen Palästina-«LSt. herauszugeben, d. h. eine Nummer, deren Beiträge ausschließlich von palästinensischen Bundesbrüdern geliefert werden sollten. Auch die Redaktion sollte in den Händen eines oder zweier unserer Palästinenser liegen. Obwohl über verschiedene klärungsbedürftige Fragen in mündlichen Verhandlungen eine Einigung erzielt werden konnte, war es nicht möglich, bisher einen einzigen Beitrag zu erhalten. Es ergeht daher nochmals auf diesem Wege, der alle unsere Bundesbrüder in Erez erreicht, die Bitte, sich dieser Angelegenheit anzunehmen. Wie wir gemeinschaftlich feststellten, war genügend Stoff vorhanden. Wir warten hier mit Interesse auf die Darlegungen. VIII. Gelegentlich der Organisierung der bevorstehenden Palästinareise des K.J.V. haben wir die bedauerliche Feststellung gemacht, daß sich die Aktivitas nur in verschwindend geringem Umfange beteiligt, während das Echo in Altherrenkreisen erfreulich stark war. Finanzielle Gründe können für die geringe Beteiligung nicht ausschließlich maßgeblich sein. Vielleicht haben viele noch nicht begriffen, wie wichtig und wertvoll es ist, durch die praktische Anschauung das Bild Palästinas, das man sich im Geiste entworfen hat, zu vervollständigen. Billige Palästinareise für Aktive. Von Nathan L a s s - Jordania-München, a. B. Auf die Anregung des Palästinaressorts will ich hier kurz einen Vorschlag wiedergeben, den ich auf der Aktiventagung gemacht habe. Ich bitte allerdings, die Sache nicht weit zu verbreiten, nicht etwa weil sie etwas Geheimnisvolles enthielte, sondern weil die Möglichkeit ihrer Durchführung auf einen kleinen Kreis beschränkt ist. Ich bin überzeugt, daß eine Menge von Bundesbrüdern nur aus Mangel an ausreichenden Mitteln eine kurze Palästinareise nicht unternehmen können. Vor einem Jahr entspann sich im J.St. eine Diskussion, ob 500 Mark für eine Reise genügen. Diese Summe wurde als äußerstes Minimum angegeben. Gemeint war damit natürlich nicht jeder K.J.V.er, sondern nur die jungen Aktiven, die auf alle Bequemlichkeiten verzichten können und bereit sind, alle Einschränkungen in Kauf zu nehmen, um endlich die Möglichkeit zu einer kurzen Palästinareise zu haben. In dieser Diskussion ist auch mehrmals betont worden, daß unsere jungen Touristen sich nicht auf die Gastfreundlichkeit 31