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Der jüdische Student · 1933-02-01 · Heft 1 (Februar 1933) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
30 (1933)
Issue
Heft 1 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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Mitteilung von bundesbrüderlichen Beziehungen gelegt, die zwischen dem zureisenden und den im Land ansässigen Bundesbrüdern bestehen (Leibverhältnisse etc.), damit dies z. B. bei der Unterbringung entsprechend berücksichtigt wird. 3. In Palästina werden in den Städten und sonstigen wichtigen Siedlungspunkten eine Reihe von Vertrauensleuten benannt, mit denen sich der reisende Bundesbruder sofort nach seiner Ankunft in dem betreffenden Ort in Verbindung setzt und wo er alle Auskünfte über Unterbringung, Verpflegung, Besichtigungen etc. erhält. Eine Liste der Vertrauensleute ist baldmöglichst im J.St. zu publizieren. (Für Jerusalem wird hiermit —r autoritär! — Bbr. Joseph Treu zum Vertrauensmann ernannt. Man versäume nicht, ihn zu besuchen — er ist einer der besten Kenner Jerusalems.) IV. An das Berufsressort tritt oft der Wunsch heran, eine Stellung in Palästina zu besorgen. Im allgemeinen ist dies jedoch von außerhalb nicht möglich. Nur ausnahmsweise und wenn es sich um ausgesprochene Spezialisten handelt, nach denen im Land ein Bedürfnis besteht, ohne daß die Nachfrage aus einheimischen Kräften gedeckt werden könnte, ist eine erfolgreiche Vermittlung von hier nach drüben nicht unwahrscheinlich. In allen anderen Fällen erscheint es geraten, soweit nur irgend möglich, zu Studienzwecken das Risiko eines viertel- oder halbjährlichen Aufenthaltes in Erez einzugehen. In dieser Zeit kann man Land, Leute und Sprachen kennen lernen, die notwendigen Beziehungen anknüpfen (sehr wichtig!) und die Berufsfrage eingehend prüfen. Gegebenenfalls wird man, als Volontär irgendwo mitarbeitend, einen besseren Einblick in die Verhältnisse bekommen, als wenn man kein festes Arbeitsgebiet hat. Für einen Nachteil halte ich es, daß unsere Menschen oft erst in späteren Jahren und, wenn sie hier keinen festen Fuß fassen konnten, an eine Uebersiedlung denken. Das mag damit zusammenhängen, daß das K.J.V. kein chaluzischer Bund ist. (Einzelfälle beweisen nichts gegen diese allgemeine Feststellung.) Wer aus unseren Reihen den Wunsch hat nach Palästina zu gehen, tue es in möglichst jungen Jahren. Er sei gesund, ledig, sprachenkundig, abenteurerlustig, besitze Fantasie und Initiative. Unbesorgt, er wird weiterkommen (s. auch die Ausführungen von Bbr. Arinstein unter „Bemerkungen"). In diesem Zusammenhang ist vielleicht auch die Hitachduth Olei Germaniah zu erwähnen, die ähnlich organisiert ist wie unser Berufsressort. Sie zerfällt in Fachschaften für verschiedene Berufs- und Wirtschaftsgruppen. Sie unterscheidet sich nicht von den anderen ebenfalls landsmannschaftlich organisierten Verbänden gleicher Zielsetzung, deren Reihe sie als letzte Gründung vervollständigte. Hierdurch wird in vielen Fällen eine Doppelarbeit herbeigeführt, um so mehr, als auch die Exekutive sich ebenfalls mit der Förderung wirtschaftlicher Projekte befaßt. Daß es hier notwendig wäre, eine Dachorganisation zu bilden, um endlich einmal das Prinzip klarer Kompetenzen und der Planung in Palästina einzuführen, sei nur gestreift. Vermutlich wird die Debatte der nächsten Monate sich auch mit diesen Dingen befassen. 29

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