Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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gelungen, Zeichnungen und Zahlungen für den Keren-Hajessod zu erreichen. Der Gesamtbetrag, der hierdurch dem Keren-Hajessod zugeführten Summen beträgt 4641.— RM. In 15 Fällen hat das Präsidium auf unseren Antrag wegen grober Pflichtverletzung dem KH gegenüber, die Streichung aus den Listen des KJV vorgenommen. In all diesen Fällen haben wir uns davon überzeugt, daß die Ausgeschiedenen auch sonst ihre Pflicht dem Zionismus und dem KH gegenüber nicht erfüllt haben. So sehr der Verlust von Bbr. zu beklagen sein mag, so stehen wir doch auf dem Standpunkt, daß die zionistisdic Reinheit des Kartells und auch das Empfinden für Bundesbrüderlichkeit die Trennung von Leuten erfordern, bei denen die Grundlagen des gemeinschaftlichen Gefühls offenbar gefallen sind. Programm des neuen Präsidiums. Die Situation des Kartells erfordert eine in den zionistischen Grundfragen klare und einheitliche Führung. Deshalb schlägt das Präsidium folgende Bundesbrüder zur Wahl vor, die bereit sind, im Sinne des nachstehenden Programms das Kartell im nächsten Jahre zu leiten. Paul Hirsdi <Präside>, Franz BrüH <Vizepräside>, Rudi Abraham, Georg Hirsch, Konrad Jacoby, Hermann Jacobi, Hans Lipsdiitz, Heinz Levinsohn, Hans Klee, Karl Nathan, Kurt Stein, Gerhard Liebes, Ernst Lewin. I. Sinn und Ziel der Erziehungsarbeit des K.J.V. ist es, Männer heranzubilden, die bereit und imstande sind, an der Verwirklichung des Zionismus in Erez Israel und in der Galuth in voller Verantwortlichkeit mitzuarbeiten. (§ 2 des Kartellstatutes.) II. Die Erfüllung der zionistischen Forderungen und die verantwortliche Eingliederung in das zionistische Aufbauwerk ist eine Existenzfrage für das Gesamtkartell und den einzelnen K.J.V.er. Die politische Tätigkeit unserer Bundesbrüder hat sich auf die zionistische Organisation als die Trägerin des Palästina-Aufbaues, sowie auf alle von ihr unternommenen Aktionen zu konzentrieren. Eine politische Betätigung, die nicht mittelbar oder unmittelbar den zionistischen Zielen dient, insbesondere die Betätigung in nichtzionistischen oder nichtjüdischen politischen Organisationen bedarf bei Aktiven und Inaktiven der Zustimmung des Präsidiums. Von dem Alten Herrn mu0 erwartet werden, daß er als verantwortungsbewußter Zionist eine derartige Tätigkeit nicht ohne Zustimmung der zionistischen Zentralinstanzen unternimmt. III. a) Die Erziehungsarbeit im Rahmen der Verbindung ist die Grundlage für die politische Betätigung unserer Bundesbrüder. Sie darf unter% keinen Umständen zu Gunsten verfrühter verantwortlicher Außenarbeit vernachlässigt werden. b) Die Bundesbrüderlichkeit ist der Grundstein unseres Erziehungswerkes. Wir verstehen darunter jenen engen Gemeinschaftswillen von Menschen, die bereit sind, unter Hintansetzung der eigenen Interessen sich ganz dem Bunde des K.J.V. und seiner Disziplin, beseelt von der Verantwortung für unsere zionistische Aufgabe, zur Verfügung zu stellen. 11