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Der jüdische Student · 1933-02-01 · Heft 1 (Februar 1933) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
30 (1933)
Issue
Heft 1 (Februar 1933)
Date
1933-02-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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der neu Aufgenommenen aus Menschen zusammen,, die zionistisch „vorbelastet" sind. Auch dies zeigt die Notwendigkeit von Schülerbünden* Diese Arbeit bietet fast * die einzige Möglichkeit, wertvolle Menschen aus nichtzionistischem Milieu zu gewinnen. Nach erfolgter Immatrikulation ist es meist zu spät. Das Ueberweisungsressort hatte im vergangenen Kartelljahr mit den ja leider bekannten Schwierigkeiten — Wirtschaftsnot auf der einen und Mangel an Disziplin auf der anderen Seite — besonders stark zu kämpfen. Trotzdem ist es gelungen, sämtliche Verbindungen im allgemeinen so zu besetzen, daß sie von Anfang an ihre Arbeit aufnehmen und an die Keilarbeit gehen konnten. Eine Ausnahme bildete nur Leipzig, das dringend auf den Zuzug von Bundesbrüdern aus dem Reich angewiesen war; trotz größter Anstrengung gelang es nicht, auch nur einen Bundesbruder von der Notwendigkeit zu überzeugen, seine persönlichen Wünsche hinter das Kartellinteresse zu stellen. Auch die Wünsche der Danziger Verbindung, die zur Stärkung des Konnexes mit den reichsdeutschen Verbindungen dringend um die Ueberweisung einiger Bundesbrüder bat, konnten nicht erfüllt werden; diejenigen Bundesbrüder, die an einer Technischen Hochschule studieren, werden unbedingt die Möglichkeit, auf ein Semester nach Danzig zu gehen, einmal ernsthaft zu prüfen haben. Dagegen ist es erfreulich, daß die Münchner Verbindung zum ersten Mal seit mehreren Semestern wieder mit ausreichenden Ueberweisungen bedacht werden konnte. Dem Finanzressort ist es, wenn auch unter Schwierigkeiten, möglich gewesen, den für das Kartelljahr 1932/33 aufgestellten Etat ungefähr einzuhalten. Wir sahen uns veranlaßt, eine immer wachsende Zahl von Bundesbrüdern von der Zahlung des Präsidialbeitrages zu befreien. Wir wollten es unter allen Umständen vermeiden, die Beitragszahlung zur Bedingung für das Verbleiben im Kartell zu machen, im Vertrauen darauf, daß die noch zahlungsfähigen Bundesbrüder für die anderen einstehen. Fast durchweg haben wir die Höhe der Beiträge um 20 bis 40% herabgesetzt. Die Entwicklung der letzten drei Monate muß allerdings befürchten lassen, daß beim Etat des nächsten Kartelljahres wesentliche Abstriche gemacht werden müssen, da die Anzahl der Stundungs- und Streichungsgesuche unverhältnismäßig stark gestiegen ist. Wir werden einer Finanzkommission des Kartelltages einen ausführlichen Bericht mit den zahlenmäßigen Unterlagen und Vorschlägen für die Beitragsregelung und den kommenden Etat machen. Das Berufsressort kann im abgelaufenen Kartelljahr einen Ausbau seiner inneren Organisationen verzeichnen. Wie bereits in diesen Blättern eingehend dargelegt wurde, hat sich die Dezentralisierung durch Fachgruppengliederung aus verschiedenen Gründen empfohlen. Die Vermittlungsarbeit wird durch diese Organisation nicht nur in die Hand berufener Kräfte gelegt, sondern auch einer weiteren Tendenz, möglichst viele Menschen an dem Arbeitsgebiet des Berufsressorts zu interessieren, Rechnung getragen. Die Fachgruppen haben nicht alle gleichmäßig gut gearbeitet, was daran liegen mag, daß die Leiter der Fachgruppen zum Teil, da sie ja im Berufsleben stehen, nicht die notwendige Zeit hatten, sich den zahlreichen Problemen in dem erforderlichen Ausmaß zu widmen. In diesem Zusammenhang darf auf den Bericht der medizinischen Fachgruppe verwiesen werden, der unter Be- 2 7

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