Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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tischen Anweisungen an Hand zu gehen/sondern sie auch materiell zu, unterr stützen« Und es kann immerhin mit Genugtuung festgestellt werden, daß durch den Palästina-Uebersiedlungsfonds, der aus dem Egon-Rosenberg-Fond§ hervorging, acht Bundesbrüdern zur Uebersiedlung nach Palästina verholfen wurde. Wenn es nicht möglich war, alle Gesuche um Unterstützung zu bewilligen, so deshalb, weil dem Fonds keineswegs Gelder in unbeschränkter Höhe zur Verfügung standen, sondern derselbe sich nur auf freiwillige Spenden einer Anzahl Bundesbrüder stützen konnte. Immerhin war es möglich, im Verlauf dieses Jahres RM. 1200,— allein für den Palästinareisefonds aufzubringen. Was unseren Kontakt mit Palästina anbetrifft, so haben wir nichts unversucht gelassen, diesen zu verstärken. Wenn wir Möglichkeiten zur Uebersiedlung aufzeigen wollten, so war es unbedingt geboten, mit den in Frage kommenden Stellen drüben in einen laufenden Kontakt zu kommen. Wir können sagen, daß uns dies gelungen ist, und daß wir durch unsere ständige Verbindung mit der Hitachduth Olej Germania auch Bundesbrüdern zur Uebersiedlung verhelfen konnten. Trotzdem ist es notwendig, an dieser Stelle nochmals zu betonen, daß es schwer ist, eine akademische Berufsberatung für junge Semester zu machen, und daß es auch nur in den seltensten Fällen gelingt, Bundesbrüdern aus den herkömmlichen Berufen von hier Stellen zu vermitteln, wenn es sich nicht um ausgesprochene Spezialisten handelt, die von drüben angefordert werden. Trotzdem bleiben wir bemüht, das Ressort nach dieser Richtung hin weiter auszubauen, um noch größere Erfolge im nächsten Jahr erzielen zu können. Eine der wichtigsten Aufgaben ist in diesem Jahr noch nicht durchgeführt worden, nämlich der Versuch der Organisierung möglichst billiger Reisen für unsere jungen Bundesbrüder nach Palästina. Die jetzt von uns arrangierten Purim- und Pessadireisen kommen leider für die Aktivitas nicht in Frage, doch werden wir sicherlich in der Lage sein, im Verlauf des kommenden Jahres uns Unterlagen für die Organisierung dieser billigen Reisen zu verschaffen und sie bestimmt im kommenden Frühjahr, wenn nicht noch früher, durchzuführen suchen. Ganz besonders freuen wir uns feststellen zu können, daß unsere Purim- und Pessachreise in den Reihen unserer Alten Herren starken Widerhall gefunden haben, und daß es in diesem Jahr möglich ist, sogar zwei Reisen stattfinden zu lassen, für die bereits eine recht erhebliche Anzahl Meldungen vorliegen. Besonders die Pessachreise dürfte allein eine Teilnehmerzahl von mindestens dreißig K.J.V.ern aufweisen. Es wird Aufgabe des Ressorts sein müssen, diese Reisen sei es für die Altherrenschaft, sei es für die Aktivitas, nunmehr kontinuierlich durchzuführen, um besonders hierdurch den Kontakt zwischen unseren Bundesbrüdern drüben und dem übrigen Kartell zu intensivieren. Unsere Keilstatistik weist in den letzten Jahren eine gewisse Stetigkeit auf. Es wurden im SS. 1932 einhundertzwei, im WS. 32/33 nach den bisherigen Meldungen fünfundzwanzig Keilfüxe rezipiert. In der Statistik des Sommersemesters zeigt sich besonders deutlich, welche überwiegende Wichtigkeit einer guten Besetzung der Sommeruniversitäten beizumessen ist. Wenn auch unzweifelhaft die Zahl der Nichtzionisten, die wir aufgenommen haben, gegenüber den letzten Jahren etwas gestiegen ist — vielleicht liegt dies an der politischen und wirtschaftlichen Konjunktur — so setzt sich doch das Gros 6