Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 30 (1933)
- Issue
- Heft 1 (Februar 1933)
- Date
- 1933-02-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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die Altherrenarbeit in der Provinz, Bbr. Lipschitz die in Berlin leiten. Bbr* Tumbowsky mußte jedoch bald aus beruflichen Gründen nach Danzig übersiedeln und deshalb leider aus dem Präsidium ausscheiden» Was die Berliner Altherrenarbeit anbelangt, so litt sie darunter, daß der Bezirksverband Groß* Berlin bisher nicht funktionierte; infolgedessen mußte das Präsidium selbst diese Arbeit übernehmen; es veranstaltete für die Berliner Altherrenschaft mehrere Vortragsabende (Referenten: Blumenfeld, Goldmann, Fritz Löwenstein» Kastein), die aber trotz interessanter Themen leider nicht gut besucht waren* mit Ausnahme eines Vortrages unseres Bbr. Kastein, dessen Name eine stattliche Zuhörerschaft herbeizog. Das Altherrenressort hat es jetzt unternommen* die zahlreichen in Berlin wohnenden Alten Herren auswärtiger Verbindungen, die keinem Berliner Altherrenbund angehören, nach regionalen Gesichtspunkten enger zusammenzufassen; sie sollen dadurch einmal in der Atmosphäre des K.J.V. erhalten, sodann aber auch der Mitarbeit in den Bezirksgruppea der B.Z.V. zugeführt werden. Tagungen der Bezirksverbände in der Provinz wurden zum großen Teil von Mitgliedern des Präsidiums besucht. Am 3. und 4. Dezember 32 fand in Berlin der Altherrentag statt; über seinen Verlauf ist im J.St. vom Dezember 1932 berichtet worden. Im übrigen hatte sich das Präsidium die Aufgabe gestellt, die Altherrenschaft im Sinne der Artikel der Bbr. Bbr. Paul Hirsch und Lipschitz im J.St. vom November 1932 neu zu organisieren und zu reaktivieren. Diese Aufgaben sind in Angriff genommen; die Zeit war zu kurz, als daß sich schon nennenswerte Erfolge hätten zeigen können. Ob die unternommenen Versuche überhaupt zum Erfolge der Reaktivierung der Altherrenschaft führen werden* steht noch dahin; jedenfalls darf aber das Präsidium für sich in Anspruch nehmen, zum ersten Mal wieder nach langer Zeit neue Wege der Altherrenarbeit gezeigt und beschritten zu haben. Aufgabe des nächsten Präsidiums wird es sein, die begonnene Arbeit durchzuführen. Eine der dem Präsidium vom letzten Kartelltag übergebenen Aufgaben war die Gründung der Kreditgenossenschaft jüdischer Akademiker, über deren Gründung und Entwicklung verschiedentlich im J.St. berichtet worden ist. Es ist bedauerlicherweise festzustellen, daß noch immer eine große Zahl von Bundesbrüdern der Kreditgenossenschaft nicht beigetreten sind, wozu sie laut Beschluß des Kartelltages verpflichtet wurden. Wir haben in Gemeinschaft mit der Kreditgenossenschaft eine Aktion eingeleitet, um eine restlose Erfassung der Bundesbrüder für die Kreditgenossenschaft zu ermöglichen. Im Anschluß daran verweisen wir auf den Bericht der Keren-Hajessod- Kommission, von deren Arbeit wir mit Dank konstatieren müssen, daß sie in jeder Weise vorbildlich gewesen ist. Die Arbeiten des Palästinaressorts waren vorgezeichnet durch einige konkrete Aufgaben, die es zu erledigen gab; erstens die Durchführung des auf dem Kartelltag gebilligten Beschlusses, der Farm Treidel mit einer Summe von RM. 3000,— über ihre dringlichsten Verpflichtungen hinwegzuhelfen. Im Verlauf des Jahres ist es uns gelungen, diese Aktion zu einem vollen Abschluß zu bringen, so daß sie als beendet angesehen werden darf. Eine der wichtigsten Aufgaben des Palästinaressorts war es wohl, unseren Bundesbrüdern zur Uebersiedlung nach Palästina zu verhelfen; nicht nur, ihnen mit prak* 5