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Der jüdische Student · 1932-12-01 · Heft 11 (Dezember 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 11 (Dezember 1932)
Date
1932-12-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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aber beeinträchtigten die weitläufigen Berliner Verhältnisse sowohl diesen Teil als auch den weiteren Verlauf der Tagung. Man wird sich in Ziikunft überlegen müssen, ob es nicht im Interesse des Gelingens, insbesondere des stimmungsmäßigen Verlaufes derartiger Tagungen besser ist, sie nicht in Berlin stattfinden zu lassen, auf die Gefahr hin, daß nur ein geringer Teil der Berliner Bundesbrüder erscheint. Der Sonntag Vormittag brachte das Referat von Bbr. Edgar Marx über „Unseren Kampf um das Deutsche Judentum". Auch diese Veranstaltung war noch gut besucht. Das Referat von Marx entsprach dem, was wir erwartet hatten. Unter Verzicht auf ideologische Darlegungen war es ganz auf die Bedürfnisse der zionistischen Praxis abgestellt. Es konnte naturgemäß im großen ganzen nur oft Gesagtes wiederholen; es wirkte aber besonders dadurch, daß jeder fühlte,'daß ein Bundesbruder sprach, der aus seinen eigenen praktischen Erfahrungen in der täglichen zionistischen Arbeit schöpfte und der die Anforderungen, die er an die Zuhörer stellte, selbst erfüllte. Der Hauptzweck des Referates war, den zionistisch untätigen Bundesbrüdern die Ausreden für ihre Untätigkeit zu nehmen und ihnen zu zeigen, daß es für jeden, der will, eine Möglichkeit der Betätigung gibt. Hoffentlich wird der Appell von' Marx nicht ohne Wirkung bleiben. * An das Referat von Marx schloß sich eine lebhafte Debatte an, die sich bis in den Nachmittag hinzog. Aus ihr ist bemerkenswert, daß im Anschluß an eine Aeußerung des Referenten darüber diskutiert wurde, 9b es zulässig sei, daß ein KJVer seine Arbeitskraft auch den Fragen seines Berufssi-ande? widme (Mitarbeit in Standesorganisationen), oder ob restloser Einsatz für zionistische Arbeit zu verlange^ sei. Die Ansichten hierüber gingen weit auseinander. Beschämend wirkte die im Laufe der Debatte erwähnte Tatsache, daß es hunderte von KJVern (und zwar vorwiegend A.HA.H.) gibt, die nicht die „Jüdische Rundschau" abonniert haben. Das ist auch bei minimalsten Anforderungen an das zionistische Interesse nur als unerhört zu bezeichnen. Auch der, dem etwa die Haltung der Rundschau nicht paßt, darf das nicht als Ausrede benutzen; sie ist das offizielle Organ der ZVfD. und muß als solches von jedem organisierten Zionisten gestützt werden; bevor er auf sie schimpft, mag er sie wenigstens lesen. Auch an dieser Stelle sei daher der Appell an jeden, den es angeht, gerichtet: Abonniert die Rundschau, das ist eine Eurer zionistischen Grundpflichtenl Es ist traurig, daß mas so etwas überhaupt schreiben muß. - Zu dem Referat von Marx und zu der anschließenden Debatte kann zusammenfassend gesagt werden, daß dieser Teil der Tagung einen recht befriedigenden Verlauf genommen hat. An dem für die Mittagspause angesetzten gemeinsamen Mittagessen haben leider nur ca. 45 Bundesbrüder teilgenommen, meist auswärtige. Es kann den Berliner Bundesbrüdern. nicht der' Vorwurf erspart werden, daß sie diese Gelegenheit,- im .bundesbrüderlichen Kreise - und; besonders mit ■ den .- auswärtige Bundesbrüdem zusammen-zu' sein,.^nicht wahr - genommen haben, ... . Ein "Mißerfolg war,'" wie leider zugegeben werden'muß, der weitere Verlauf ^des Sonntagnachmittags. Das Referat von Bbr. Gurewitsch über -„Möglichkeiten "und. Aufgaben des' K'JVers in; Palästinän -beleuchtete dieses Theniä Von einer Seite, die wir nicht gemeint hatten'* : Wir' -hätten erwartet, ei"vväs 29S

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