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Der jüdische Student · 1932-11-01 · Heft 10 (November 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 10 (November 1932)
Date
1932-11-01
Page
[Seite] (sequence 26)
Language
German
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Die hebfäisdie Realschule in Haifa Von Arthur Biram, Haifa, leb habe vor einem Jahre im Zusammenhang mit dem Aufruf einer Reihe von Freunden für unsere Schule über Geschichte und theoretische Grundlagen der Arbeit berichtet. Ich habe dann in einem kurzen Aufruf unsere Freunde für die Erziehung ihrer Kinder in Palästina zu interessieren versucht. Heute will ich im Zusammenhang wiederum mit dem Aufruf unseres Freundeskreises kurz berichten, wie es uns jetzt geht. Schon das Vorjahr brachte uns einen nennenswerten Zuwachs an Schülern. Wir hatten das Schuljahr 1930/31 mit 390 Schülern abgeschlossen und konnten im nächsten Schuljahre über 425 berichten. Heute stehen wir schon am Beginn des Schuljahres 1932/33, das wir am 15. September begonnen haben, — wir machen Ferien vom 15. Juli bis 15. September — bei einer Schülerzahl von 500 und konnten diese Zahl weit überschreiten, wenn wir über genügend Raum verfügten. Wir errichten freilich ein neues Gebäude für 6 weitere Klassen, aber da wir in diesem Schuljahre 5 Klassen teilen mußten, ist auch der neue Raum schon wieder völlig in Anspruch genommen, und wir müssen sicher daran denken, im neuen Jahre wieder einen Neubau zu errichten. Es wird unsere Freunde interessieren, ^aß auch dieser Bau gemäß der gesamten Politik unserer Schule ohne irgend eine andere Hilfe von draußen als durch verschiedene Anleihen, um deren Erreichung sich besonders unser Bundesbruder Zlocisti (der Mitglied unseres Kuratoriums ist) bemüht hat, zustande kommt. Ich glaube, es bedeutet etwas, daß die Schule jetzt im Laufe von wenigen Jahren das dritte Gebäude errichtet. Die drei Gebäude zusammen stellen einen Wert von nicht weniger als 15 000 LP dar — Gebäude, deren Hypotheken die Schule allesamt aus den Einnahmen von Schulgeld langsam abträgt. Auch unser Internat ist fast vollkommen gefüllt, so daß wir für dieses Jahr sowohl in der Schule wie im Internat kaum noch neue Schüler aufnehmen können. Bedauerlich bleibt es nur, daß unser Aufruf zur Erziehung deutscher Zionistenkinder in Palästina ohne allen Einfluß geblieben ist. — Ich weiß nicht, woher das plötzliche starke Wachstum kommt; es ist nur zu einem ganz kleinen Teil auf das Konto Immigration zu setzen, vielmehr handelt es sich wohl um Binnenwanderung und um Konzentration des Haifaer Jischuw in unserem jüdischen Stadtviertel Hadar-Hacarmel — zum Teil hat sich auch ein Aberglaube an die Güte unserer Arbeit entwickelt, der es fär eine ganze Zahl von Eltern zu einem Ideal macht, ihre Kinder gerade bei «nS zu erziehen. Das außerordentliche Wachstum der Schule findet sie genügend gerüstet, daß auch ein großer Zustrom von Schülern die festen Ordnungen der Schuld nicht gefährden kann. Es scheint — ich spreche es mit allem Zweifel auS 288

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