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Der jüdische Student · 1932-11-01 · Heft 10 (November 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 10 (November 1932)
Date
1932-11-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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gegeben ist, Vertrauensleute einsetzen müssen, die ihm von diesen ArbeitsjnÖglichkeiten Kenntnis geben und neue Arbeiten anregen sollen, und durch die es auf die zu Reaktivierenden Einfluß nehmen kann, wenn eine Beeinflussung durch die Zentralstelle auf dem Wege der Korrespondenz nicht ausreicht. Wie das im Einzelnen zu machen sein wird, das muß die Praxis ergeben. Es scheint mir viel dafür zu sprechen, daß auf dem vorgeschlagenen Wege Erfolge zu erzielen sein müssen. Er hat jedenfalls den Vorzug, noch nicht begangen zu sein, wenigstens noch nicht systematisch. Wir wollen ihn einmal mit Optimismus ausprobieren. Das Präsidium hat beschlossen, den Versuch zu machen und die Stelle zur Vermittlung zionistischer Arbeit zu schaffen. Es hat dieses Ressort Bundesbruder Heinz Levinsohn übertragen, der zu diesem Zweck in das Präsidium kooptiert werden ist. Erleichtert ihm die Arbeit, indem ihr ihn um Arbeit angeht! Statistik einer jüdisdien Kolonie (Was sie bringt und was sie verschweigt.) Von Dr. M. Kurz, Hederah, Palästina. Auch diejenigen, die Erez-Issrael kürzere oder längere Zeit besucht haben, kommen mit recht unvollkommenen Vorstellungen über Werden und Entwickelung einer jüdischen Kolonie zurück; nicht zu reden von denen, die noch nicht Gelegenheit zu einer Palestinareise hatten. Nichts zeigt die allgemeine Entwickelung und ihr Tempo deutlicher, als der Werdegang eines einzelnen Ortes, der durch seine geographische Lage und geologische Beschaffenheit die Voraussetzungen eines guten Gedeihens bietet. Solch ein Ort ist Hederah, an der Eisenbahnlinie Jaffa-Haifa, halbwegs in der Mitte zwischen diesen beiden Städten liegend. Der Waad der Moschawah Hederah veröffentlichte dieser Tage eine Statistik über die Moschawah. Trockene Zahlen, höchst primitive Zusammenstellungen — das ganze .aber ein spannender Roman über eine Sache, die uns Lebensziel und Lebenszweck ist: „Aufbau des Landes". Wir lesen da (S. 4 II etc.), daß Hederah ca. 50 000 Dunam besitzt, von denen nur 4135 Dunam unverwertbarer 'Sandboden sind; alles übrige ist für Pflanzungen und Körnerbau verwendbar; 26 183 Dunam liegen noch mehr °der minder brach, oder sind durch Verpachtung von Arabern bearbeitet; aul ca. 5000 Dunam sind Pardessim gepflanzt. Im Jahre 1891 kauften die Gründer der Kolonie 31 000 Dunam und erwarben im selben Jahre noch 6700 ^unam in Chefziebe, das sich an Hederah anschließt und am Meere liegt. nächste Bodenkauf kam erst 20 Jahre später zustande, die übernächsten Kaufe wieder nach 15 Jahren. Räumlich hat sich also die Kolonie in den 40 Jahren ihrer Existenz nicht bedeutend erweitert. Dagegen hat sich die Seelenzahl im Laufe dieser Zeit verfünfzigfachL (2500.) Dieser Bevölkerungszunahme entspricht auch die Bautätigkeit: es gibt 475 Häuser, von denen pehr als drei Viertel im Laufe der letzten 10 Jahre gebaut wurden; Bauen die Domäne rein-jüdischer Arbeit, und dieser Zweig ist hier sehr aasc,!chtsreichf da trotz der regen Bautätigkeit noch keine 1000 Stein-Zimmer 271

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