Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 10 (November 1932)
- Date
- 1932-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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sehen Arbeitsamtes, über das Bb. Lipschitz in diesem Heft berichtet aber auch die der anderen Zweige der K.J.V.arbeit. Ich erinnere besonders an die Werbearbeit und an die Arbeit des Berufsressorts und der Fachgruppen. Ich bin davon überzeugt, daß, wenn es gelingt Bundesbrüder zu finden, die in den einzelnen Gruppen die verantwortliche Leitung übernehmen und die Arbeit durchführen wollen, daß dann dieser Neubeginn einer systematischen Altherrenschaft erfolgversprechend sein kann für die gesamte Altherrenschaft und das Kartell, aber auch seinen Nutzen für jeden einzelnen Bundesbruder bringen kann. * Auf der Tagung des Bezirksverbandes Mitteldeutschland am 13, November 1932 in Chemnitz, an der vom Präsidium Bbr. Hans Lipschitz teilgenommen hat, wurde folgende Neuorganisation des Bezirksverbandes beschlossen, welche den Vorschlägen von Bbr. Paul Hirsch entspricht: Der Bezirksverband wird in Altherrengruppen aufgeteilt. Es sollen gebildet werden: 1. Gruppe Leipzig; 2. Gruppe Dresden; 3. Gruppe Chemnitz; 4. Gruppe Dessau; 5. Gruppe Magdeburg; 6. Gruppe Erfurt. Die Gruppen 1} bis 3) sollen die Bezirksgruppe Freistaat Sachsen bilden, die Gruppen 4) und 5) die Bezirksgruppe Anhalt und Provinz Sachsen, die Gruppe 6) soll der Vorort der Bezirksgruppe Thüringen sein. Alle sechs Gruppen zusammen bilden den Provinzialverband, der an die "Stelle des bisherigen Bezirksverbandes Mitteldeutschland tritt. Ressort zur Vermittlung zionistischer Arbeit Ein neuer Versuch zur Reaktivierung der Altherrenschaft, Von Hans Lipschitz (VJSt. Maccabaea Berlin A.H.)«. Ein neuer Versuch zur Reaktivierung der Altherrenschaft? Nachdem schon unzählige Versuche erfolglos geblieben sind? Man kann nach den bisherigen Erfahrungen verstehen, wenn jedem neuen Versuch mit Skepsis begegnet wird. Aber soll man die Flinte ins Korn werfen? Das hieße den in' aktiven (und das ist größten) Teil der Altherrenschaft in der Bilanz unserer zionistischen Erziehungsresultate ein für allemal abschreiben. Liegt der Fall wirklich so hoffnungslos, daß man dazu gezwungen wäre? Bei allen Versuchen zur Reaktivierung ging man immer davon aus, daß b°l dem größten Teil der Untätigen doch die innere Bereitschaft zu zionistische' Betätigung vorhanden sei und daß es möglich sein müsse, diese Bereitschaft & wirkliche Tätigkeit zu verwandeln. Sollte man sich darin getäuscht haben- Sollte wirklich die Erziehung des KJV so versagt haben, daß bei der großcn Masse der AJI, A.H. nicht einmal die innere Bereitschaft zur .Betätigung» c'n schlechtes Gewissen wegen ihrer Untätigkeit übrig geblieben ist? Sic^cr 265