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Der jüdische Student · 1932-09-01 · Heft 8 (September 1932) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 8 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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Iiis, in das Schicksal einer Gruppe geleitet zu werden, in ein Schicksal, das darum nach anderen Methoden als nach individuellen verlangt, das sollte dies Bild veranschaulichen. Die Irrgänge des Juden, die schicksalhafte Ver. kettung seines Unglücks zu empfinden und ohne Mühe (furch Gleichnisse gedeutet zu sehen als Weg eines Volkes, das war die Aufgabe. Nun schreitet e: allein, dieser Jude, angstvoll lauschend, ob nicht noch mehr Unglück ihm zustößt, welche Ruhe er doch finden kö?,ate, und er fragt nach dem Sinn, nach der Notwendigkeit seines Schicksals. Wieder gilt es klar zu machen, daß es die Befreiung aus der Not nur in dem gemeinsamen Weg zur Befreiung gibt. Und so mit aufgelockertem Bewußtsein, mit der Angst um sich beladen, seil der Zuschauer den Weg mit nach Erez Israel machen. Was soll er sehen? Was hat man ihm gezeigt? Blühende Kolonien? Tänzelndes, ahstrengunfsloses Leben? Eine Vergrößerung des Geschaffenen? Nein! Gar nichts dergleichen. Man hat ihm nur den Weg gezeigt, der zur Befreiung führt. Man hat ihm gesagt — Juden das ist noch kein Volk, das ist noch eine Zerstreutheit, aber — es gibt die Sprache, es gibt die Schulen unseres Aufbaues, es gibt das gemeinsame Werk. „Die Juden kommen aus hundert Ländern, mit hundert Sprachen und bunten Sitten. Wir fügen Splitter zu einem Volke." Mar. hat ihm gezeigt den Weg der Reprodüktivierung des jüdischen Menschen. Und man hat ihm die Schwierigkeiten gezeigt, die er hat-bis zur Uebenvmdung, den Araber, den Engländer, die Lauheit seiner eigenen Seele — klar und deutlich hat man sie gezeigt; aber man hat ihm auch gesagt: Du, an Dir liegt es, ob all dieser Wille vergehen soll, oder wir einmal nicht nur'für das Heut«: bauen, sondern für uns lind unsere Zukunft. Und man hat ihm gesagt — leich: 'ist das nicht, Entbehrungen tragen wir, Hunger, Durst, aber wir wollen es Wir können es schaffen, niemand gibt es uns, „nicht was andere uns schenken, kann unsere Hoffnung sein." Du, du Zuschauer, auch du mußt mitkämpfen' Nicht ein Einzelner, der sympathisiert, sondern ein Mitglied der zionistische:. Organisation. Es hat Schwächen gehabt, dieses Stück, man wird sie verbessern müsscr. aber eins hat es doch gehabt, eine erschütternde Wirkung. In Leipzig wir es spielten, fühlten wir das, und fühlten wir, daß der Boden nun für eir.< stärkere intensivere Arbeit vorbereitet war. Wir wünschten, daß man (!- Gelegenheit nützte. Nach Auflösung meiner Sozietät übe. ich die Praxis nunmehr allein aus. Mein Büro befindet sich ab 1. August d. J. Breslau 1, Schweidnitzer Straße 34 - 35' {gegenüber Hansen) Fernsprecher: Nr. 55330 (nach Büroschluß Nr. 80982) Postcheckkonto: Breslau 44999 LOB E Rechtsanwalt und Notar 222

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