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Der jüdische Student · 1932-09-01 · Heft 8 (September 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 8 (September 1932)
Date
1932-09-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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Die Ressorteinteilung ist hier das organisatorisch grundsätzlich Wichtige Jedem Ressort in einer O.G. soll eines in der Landeszentrale und der Exe« kutive entsprechen. Nur so können die Ortsgruppen immer mit dem nötigen Material ausgestattet sein. Innerhalb der einzelnen Ressorts sind Unterabteilungen zu bilden, so z. B. im Gemeinde-Ressort für Schule und Wohlfahrt, so daß möglichst jedes Mitglied ein Amt in der Ortsgruppe haben soll Das würde es nicht nur ermöglichen, jedem eine adäquate Arbeit zuzuteilen, sondern auch .vor allem würde es möglich sein, die Kosten der Organisation bedeutend herabzusetzen. Ebenfalls wäre es so möglich, eine Elite in Ortsgruppenarbeit erfahrener Menschen zu bilden, die neben dem Ortsgruppenvorsitzenden die zionistische Arbeit tragen könnten. Nach unserer Konzeption des Zionismus, der sich die Erhaltung des jüdischen Volkes auch auf allen Stationen seines Weges nach Palästina zum Ziele setzt, müßte eine erhöhte Bedeutung einem sehr weiten, eventuell zu teilenden Ressort zukommen, das die Gebiete der Wohlfahrt, der Wirtschaft, der Landespolitik, der Kultur- und Gemeindepolitik, des Schulwesens und der Abwehr des Antisemitismus zu bearbeiten hätte. Das einzelne Mitglied soll bedeutend mehr als bis jetzt der Organisation verpflichtet werden. Außer der Arbeit für die Organisation wird es dazu verpflichtet, nach ehrenwörtlicher Erklärung Maasser zu zahlen, es wird dazu angehalten, sein Kind jüdisch-hebräfsch zu erziehen, etc. etc. Vieles müßte dazu getan werden, um die Organisationsfreudigkeit zu zu heben. Vor allem sollte man durch feierliche Aufnahme etc. 'dem einzelnen das Bewußtsein, daß er einer engen Gemeinschaft angehört, geben. Ein besonderes Gebiet von Organisation und Propaganda, das deshalb auch grundsätzlich unter Leitung eines eigenen Ressorts stehen sollte, bildet die Jugendarbeit. Sie müßte wohl derart gestaltet werden, daß die Jugend das Gefühl behält, autonom zu sein und daß sie gleichzeitig der Organisation eingefügt wird. Die Jugendressorts der Ortsgruppen, die die gemeinsamen Aktionen der Jugend leiten sollten, könnten wohl alle zionistischen und national-jüdischen Jugendbünde ihres Arbeitsgebietes zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammenfassen. Diese Organisationsform sollte dadurch verstärkt werden, daß die Bünde ihre Mitglieder zum Kauf eines. Jugend-Schekels verpflichten, der allen Jugendlichen von 14 bis 18 Jahren verkäuflich, minimal im Preis, den Jugendlichen das Bewußtsein der Zugehörigkeit zur Z.O. geben, ihnen die Möglichkeit geben soll, ihren zionistischen Willen durch" die Wahl zu einem zionistischen Jugendkongreß Ausdruck zu geben. Analog der kommunistischen Jugend-Internationale könnte man die zionistische Jugend der ganzen Welt organisieren. Fürchtet man dadurch Politisierung der Jugend, daß man ihnen ein Wahlrecht gibt, so könnte man dieses vielleicht den Bundes- oder Zugführern entsprechend der Zahl der in ihrem Bund verkauften Schekalim geben. Passives Wahlrecht könnte man zu diesem Kongreß vom 18. bis zum 25. Lebensjahre geben. Bei der Exekutive und ebenso bei den Landesverbänden müßte ein Jugendressort eingerichtet werden, eventuell so, daß der Jugendkongreß selbst diese Ressorts mit seinen Vertrauensleute n besetzt, allerdings bedürfte diese Wahl der Zustimmung der Exekutive ' 3zv/. der Landeszentrale. Dadurch würde man der Jugend da? Bewußtsein geben, daß sie der Z.O. eingegliedert ist und dieses scheint doch 212

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