Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 6-7 (Juli 1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Die eine dieser Gruppen wird von Bbr. Hermann Jacobi, die zweite yoq Bbr. Max Asrican geleitet. Die ganze Aktion steht unter Leitung des Propa. ganda-Ressorts. Sie erfolgt im Rahmen der Berliner Zionistischen Vereinigung und in enger Fühlungnahme mit ihr. Die Gruppen leisten ihre technischen Arbeiten selbst, sie bereiten sich auch ihr Propaganda-Material selbständig vor. In den Veranstaltungen sollen nach Möglichkeit junge Bundesbrüder reden. So sprach in der ersten Veranstaltung der Gruppe Charlottenburg, die bereits stattgefunden hat, Bbr. Emanuel Weiner, von der Awukah. Bei der Verteilung der Aufgaben soll nach Möglichkeit darauf gehalten werden, daß alle. Bundesbrüder Arbeiten finden, die sie interessieren und die sie daher freiwillig übernehmen. Selbstverständlich wird dadurch nicht ausgeschlossen, daß an den rein technischen Arbeiten alle Bundesbrüder teilnehmen müssen. Da die Vorarbeiten für die Errichtung der Gruppen sehr ausgedehnt waren und viele Verhandlungen erforderten, sind sie erst am Anfang ihres Entwicklungsganges. Die technischen Arbeiten sollen während der Ferien soweit geführt werden, daß Anfang des Winters ein systematischer Propaganda-Feldzug nach einem vorliegenden Plan von ihnen durchgeführt werden kann. 2) Was die Verbindungen im Reich anbetrifft, so werden in Hamburg und Königsberg die Arbeiten der zionistischen Ortsgruppen und Bezirksverbände so gut geleitet, daß eine Heranziehung des KJV. zur Außenarbeit immer durch die zuständigen zionistischen Organe an diesen Orten erfolgt ist. An diesem Zustand soll nichts geändert werden. Das Propaganda-Ressort wird daher nur in Ausnahmefällen in diesen Bezirken die Initiative zu irgendwelchen Schritten ergreifen. Wir stellten mit großer Freude fest, daß diesmal insbesondere die Frankfurter Verbindung, die in einem schwierigen zionistischen Bezirk zu wirken hat, mit großer Aktivität und auch viel eigener Initiative an die Aufgaben der Außenarbeit herangegangen ist. Sie hat vor kurzem selbständig eine wirksame Veranstaltung in Darmstadt organisiert und will die Arbeit in Darmstadt und anderen Orten ihres Bezirkes systematisch fortsetzen. Leider hat die Ivria-Heidelberg sich trotz mehrfacher Aufforderungen an dieser Arbeit nicht beteiligt. Es muß in Zukunft ein Zusammenwirken der Frankfurter und Heidelberger Verbindungen bei der Jugendarbeit im ganzen südwestdeutschen Bezirk unter allen Umständen erreicht werden. Von den anderen Verbindungen ist wenig Positives zu* melden. Teilweise waren sie, wie z. B. München und Köln, zu schwach, um etwas zu unternehmen, teilweise haben sie, wie z. B. die Leipziger Verbindung und die Zephirah-Breslau, die einen Schülerbund gegründet hat, wenigstens Versuche gemacht. Bedauerlicherweise ist es aber bisher nicht gelungen, eine ähnliche Arbeit wie die von Frankfurt aus geleistete, in dem Breslauer und dem Leipziger Bezirk durchzuführen. Auch haben die beiden Breslauer Verbindungen sich leider nicht entschließen können, gemeinsame Maßnahmen zur Förderung der zionistischen Arbeit zu treffen. Das Propaganda-Ressört wird sich noch vor den Ferien an alle Verbindungen wenden, um ihnen mitzuteilen, daß die Außenarbeit in den Ferien unter keinen Umständen ruhen darf. Sie muß im Gegenteil von allen an den Ver* bindungsorten anwesenden Bundesbrüdern mit gesteigerter Intensität betrieben 192