Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 6-7 (Juli 1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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Denkt auch an den Bezugsquellennachweis,- über den ausführlich im Mai-J. St,, S. 103, gesprochen wurde. Die Arbeit des Ressorts ist nicht erfolglos, aber der Wirkungsgrad könnte weitaus besser sein, wenn mehr freiwillige Mitarbeit vorhanden wäre. Hieran fehlt es und dies läßt sich auch nicht durch Organisation ändern. Oder sollte ich mich täuschen und es bedarf nur dieses Hinweises? Hans Rothschild. prropaganda-Ressort, Das Propaganda-Ressort kann mit Genugtuung feststellen, daß seine Forderung der Mitarbeit des KJV. an allen Aufgaben der zionistischen Organisation in Deutschland grundsätzlich im steigenden Maße von den Bundesbrüdern anerkannt wird. Im jungen Kartell beginnt sich die Anschauung durchzusetzen, daß die sogenannte theoretische Erziehung nicht ausreicht, sondern daß es notwendig ist, dem Bundesbruder konkrete und von ihnen durchführbare zionistische Aufgaben auch aus erzieherischen Gründen zu stellen. Wir sind der Ueberzeugung, daß die Umsetzung dieser Pläne in der Tat eine Existenzfrage für das Kartell ist. Das Karteil als größte Organisation zionistischer Jugend in Deutschland kann unter den gegenwärtigen Umständen nicht darauf verzichten, sich in der zionistischen Arbeit zu bewähren und dafür zu wirken, daß die zionistische Organisation gefestigt und vergrößert wird. Wenn das KJV. diese Aufgabe erfüllen wird, wird es nicht nur seinen zionistischen Pflichten besser nachgekommen sein als bisher, sondern es wird steh selbst auch einen wichtigen Dienst erwiesen haben. Die Wirksamkeit unserer gesamten Erziehung ist davon abhängig, daß es gelingt, einen vernünftigen Ausgleich' zwischen der Lerntätigkeit und der Erfüllung praktischer Aufgaben zu finden. Da wir von der Auffassung ausgehen, daß die Einfügung des KJV. in die zionistische Außenarbeit nur schrittweise erfolgen kann, daß darum die gestellten Aufgaben zuerst ihrem Ausmaß nach klein sein müssen, um dann langsam vergrößert zu werden, haben wir in diesem Semester darauf gehalten, daß in den Orten, in denen eine Außenarbeit des KJV. überhaupt möglich ist, bestimmte konkrete Aufgaben bewältigt werden, die hier in Kürze geschildert werden sollen. 1) In Berlin sind zwei Propaganda-Gruppen gebildet worden, die aus KJV.- ^erbindungen bestehen und im Westen von Berlin als zionistische Jugendgruppen eingesetzt werden sollen. Die Gruppen bestehen aus der gesamten Aktivitas und den Inaktiven der Verbindungen. Die eine dieser Gruppen besteht ai's der Hasmonaea unter Beteiligung des Ruder-VJSt. und einiger Bundes- Wüder der Kadimah, die andere aus Maccabaea und Awukah und ebenfalls tln'gen Bundesbrüdern der Kadimah. Die ZiSt. hat zugesagt, sich an diesen Arbeiten zu beteiligen. Aufgabe der Gruppen ist es, in möglichst weitgehendem •'laße die jüdische Jugend vom 15. Lebensjahr ab zu erfassen und systematisch an ^e zionistische Organisation heranzuziehen. Insbesondere soll dadurch den j_c^en der jüdischen Jugend, die für Jugendbünde nicht in Frage kommen, Ge- ^enheit gegeben werden, sich an zionistischen Arbeiten zu beteiligen. Da- ^Urch soll der Tätigkeit anderer politischer Gruppen, und zwar sowohl jü- ^,scher und nichtjüdischer, die heute bereits ihre politischen Jugendgruppen "aken, entgegengewirkt werden. Es sollen im Westen von Berlin mit seiner Zahlreichen jüdischen Bevölkerung überall zionistische Jugendzellen entstehen. 191