Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 6-7 (Juli 1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/3537599-3537829-3537835--8410-3546470- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
geben nm nur die Möglichkeit, Bundesbrüder, die jetzt übersiedeln wollen unci im Besitz ausreichender Kapitalien sind, auf dieses günstige Projekt aufmerksam zu machen und auf Anfragen Näheres mitzuteilen, wie wir uns auch ganz allgemein mit der Frage der Mittelstandskolonisation beschäftigen und mit der ZVfD. in laufenden Beziehungen stehen. Unbedingt notwendig erscheint mir vor allen Dingen, wie anfangs schon erwähn^ ein dauernder Kontakt mit unseren Bundesbrüdern sowie mit anderen Gruppen im Lande, die uns bei der Uebersiedlung unserer Bundesbrüder behilflich $ein können. Ich kann hier auch auf die Aufnahme unserer Beziehungen zur Hrlzßhduth Olej Germania verweisen: einer neu gegründeten Institution, die es sich zur Aufgabe macht, deutschen Einwanderern bei ihrer Ankunft drüben mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Wir korrespondieren regelmäßig mit ihr und geben die bei uns eintreffenden Anfragen bezüglich Berufsberatung, Aussichten und Berufsvermittlung weiter. Hoffentlich zeitigt diese Verbindung bald kmkrete Ergebnisse. Unabhängig davon schwebt mir die Organisation einer systematisch gepflegte' Korrespondenz zwischen Bundesbrüdern aus Palästina und Deutschland var. Die Beziehungen von uns zu Palästina müsser stärker werden und könnte m. E. auf diese Weise eine nicht unwesentliche Vertiefung erfahren. Denkbar wäre eine Organisation z. B. auf der Basis des gemeinsamen Berufsinteres^es. Jeweilige Berichte, die außer den speziellen Dingen gerade auch den Kernigkeiten des täglichen Lebens drüben gewidmet sein sollten, könnten dazu Soeitragen, dem hiesigen Bundesbruder und seinem Kreise ein plastisches Bild vseb Palästina zu vermitteln. Für Anregungen irgendwelcher Art bin ich dankfesn, wie ich auch Meldungen von hier und drüben erwarte, wer zu einer solches Korrespondenzübernahme bereit ist. Zun Schluß sei noch des Palästina-Reisefonds gedacht. Im vorigen Jahr, anläßßin des 50. Geburtstages Egon Rosenbergs gegründet, sollte er ursprünglich cfezn dienen, Beihilfen an Bundesbrüder zum Besuche Palästinas und zur evtL IDebersiedlung nach Palästina zu gewähren. Es ist selbstverständlich, daß in der heutigen Zeit nur noch Beihilfen für eine Uebersiedlung in Frage kommen können Den Ausbau dieses Fonds zu fördern, scheint mir eine der dringendsten Aufgaben zu sein. Die vorhandenen Mittel reichen nicht im entferntesten aus, im den Anforderungen auch nur einigermaßen gerecht zu werden. Auch in diaesem Jahr haben wir bereits einigen Bundesbrüdern zur Uebersiedlung verhelfen können, die Rückzahlung der gewährten Darlehen erfolgen jedoch sehr Ihogsam, so daß die Mittel jeweils schnell erschöpft sind. Efesen Fonds zu stärken, müßte Sinn und Ziel eines sich lebendig mit Paläsfiia verbunden fühlenden KJV's sein. Sehen wir zu, wie groß er am Ende des Jahres ist. Georg Hirsch. JSt.-Bericht. l&Echdem ich bereits in den vorigen Nummern verschiedentlich über den JSt. geschrieben habe, erübrigt sich ein weiterer Bericht. Nur die Tatsache, daß ■& letzte Nummer erfreulicherweise einen außerordentlich großen Widerhall im Kartell gefunden hat, veranlaßt mich noch zu einer Bitte und einem rein praktischen Hinweis. Die Zusendungen, die ich aus den verschiedenste^ 188