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Der jüdische Student · 1932-07-01 · Heft 6-7 (Juli 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 6-7 (Juli 1932)
Date
1932-07-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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msere ökonomische Situation, die nur den akuten Anlaß zur Aenderung begehender Verhältnisse schaffen kann. Eine Uebersiedlung wird nur dann von £rf0ld gekrönt sein, wenn sie, ganz gleich mit welchem Beruf man übersiedelt, vo0 chaluzischem Geist, getragen ist» Erwähnt sei ferner, daß die Erlernung resp. wirkliche Kenntnis der hebräischen Sprache (Beherrschung des Englischen oder Französischen ist immer von Vorteil) für ein Sich-Einleben im Lande unerläßliche Voraussetzung ist, wenn man nicht abseits stehen will. Wie die seit dem Kartelltag verflossene kurze Zeit eine restlose Verwirklichung dieser Mindestforderung noch nicht zeigen kann, so können auch .auf Grund meiner Bemühungen nach dieser Richtung hin irgendwelche Ergebnisse kaum vorliegen; wie es ja überhaupt schwierig sein dürfte, diesen bei einer Anzahl von Bundesbrüdern noch notwendigen Prozeß der Gesinnungswandlung und Hebräisierung zahlenmäßig zu erfassen. Hinzu kommt ferner, daß der Kartelltag durch die bekundete Interessennahme an der Treidel-Farm den Weg für die nächste praktische Arbeit vorgezeichnet hatte. Nachdem man sich nur zu einem Ueberbrückungskredit für die Farm entschließen konnte, war es notwendig, innerhalb ganz kurzer Zeit für Treidel die Mindestsumme von 3 000,—■ Mark zu beschaffen. Dank der Hilfe der ZVfD. und eines Bundesbruders, die uns sofort je RM 1 000,— leihweise zur Verfügung stellten, konnten wir Treidel gegen entsprechende Sicherheiten diese Summe aushändigen. Dieser Betrag reicht allerdings nur zur Abdeckung der dringlichsten Wechselverbindlichkeiten sowie zur notwendig gewordenen Anschaffung eines neuen Motors. Wer aber die Verhältnisse im Lande kennt, weiß, wie wertvoll es für ihn war, auch diesen kleinen Betrag nur von uns zu erhalten. Auf diese Weise ist die Fortführung des Betriebes für das erste gesichert, außerdem hat er die Möglichkeit, drüben Interessenten für dieses für jeden Privatmann als günstig und geeignet zu bezeichnende Projekt zu suchen. Die von einer Anzahl Bundesbrüder für diesen Zweck zur Verfügung gestellten Beträge erreichen immerhin schon die Summe von 2 000,— RM. Ihnen sei hier an dieser Stelle nochmals herzlichst gedankt. Es fehlen uns also noch jene RM 1 000 —, die uns in wirklich großzügiger Weise von einem Bundesbruder geliehen wurden und die trotz aller für unsere Bbr. Bbr. bestehenden Verpflichtungen noch unbedingt aufgebracht werden müssen. Daß dieser Bundesbruder durch evtl. verspätete Rückzahlung obendrein noch Schaden erleiden soll, wird wohl niemand für richtig halten. Deshalb appeliere ich hiermit nochmals dringendst an die Hilfsbereitschaft der AH. AH., sich je nach ihrem Können mit Darlehen in Hohe von 2'1~~ bis 100,— RM zu beteiligen. Meine weiteren Bemühungen, das Palästinaprojekt des KJV. zu finden, können in einer Zeit der Schwierigkeit der Kapitalausfuhr keine greifbaren "-rfolge gezeitigt haben. Die außerordentliche Verschärfung der Devisengesetz- \'-bung ermöglicht heute nur noch Auswanderern mit Eigenkapital die Mitf »nme des Geldes. Infolgedessen mußten wir ein von der Jachin-Gesellschaft!^geschlagenes Projekt, nämlich die Anlage eines Pardes-Komplexes von 200 "nam in der Nähe von Giwad Brenner, das also für eine Kollektivbearbeitung h] ^rage gekommen wäre, aufgeben.. Auch die von Brünn jetzt in Deutschland eingeleitete Aktion hätte noch ,M vor kurzer Zeit dem KJV. als Gruppe Chancen zu bieten gehabt. Die '-trade in den letzten Tagen mir bekannt gewordenen Devisenverschärfungen 1S7

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