Der jüdische Student
- Journal
- Der jüdische Student
- Volume
- 29 (1932)
- Issue
- Heft 5 (Juni 1932)
- Date
- 1932-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3537599-3537829-3537834--8369-3546428- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Wie aber, wenn einem die Mehrzahl aller Angehörigen irgend einer Gruppe nach und nach in dieser Hinsicht als unernsthaft erscheinen? Kann man dann etwa die Gruppe oder die Verbindung, die ja vielleicht noch sehr viele andere und wichtigere Aufgaben hat als die Durchführung einer vorbildlichen Koedukation, zu einen „Fähnlein der sieben Aufrechten" dezimieren, die imstande wären, mit entsprechend ernsthaften Mädchen in guter Kameradschaft zusammen zu leben und zu arbeiten? Für eine KJV-Verbindung ist doch wohl die zionistische Arbeit die Hauptaufgabe und nicht irgend ein — vielleicht sogar sehr interessantes — erzieherisches Experiment, Ein großer Teil der Bundesbrüder unterscheidet sich nun sicher in ihrer Einstellung sehr wenig oder garnicht von der Mehrzahl aller übrigen Menschen. Ehe es die ZiSt gab und durch sie das Privatleben der KJVer zum Teil sozusagen vor die Oeffentlichkeit ihrer Verbindung gezogen wurde, konnte man glauben, wir KJVer seien „bessere Menschen" und sich den schönsten Illusionen über eine ZiSt-KJV-Zusammenarbeit hingeben. Man brauchte es auch nicht zu glauben, und konnte trotzdem mit allen Bundesbrüdern, so weit sie einem nur sonst als anständig erschienen, in bester Kameradschaft und Bundesbrüderlichkeit leben. Das Privatleben des Bundesbruders spielte sich außerhalb der bundesbrüderlichen Gemeinschaft ab und ging keinen etwas an. Jetzt, nachdem man sich durch ein kurzes Experiment der Annäherung von ZiSt und KJV in diesem Punkte etwas näher kennen gelernt hat, bestehen in der Frage ZiSt-KJV theoretisch vier Möglichkeiten. Erstens: Man macht nicht mehr auch nur den geringsten Versuch an der jetzigen Bbr. Bbr.! Ärzte und Zahnärzte! Ich bitte Euch in allen geeigneten Fällen die billigen '^/°6> ienai_ (Cod. ph. 0,01 Acid. acet. sal., Phenacetin aa 0,25 Nur. Col. plv. 0,05) * zu verordnen, die in folgenden Arznei Verordnungsbüchern Aufnahme gefunden haben: Groß-Berliner Arzneiverordnungsbuch, Seite 28, 30, 31 Arzneiverordnungsbuch der Deutschen Arzaeimittelkommission. 1930, Seite 142. Anleitung zur Wirtschaft!. Arzneiverordnuag für die Krankenkassenpraxis, Sept 1930, Seite 92. - Arzneiverordnungsbuch für Baden, 1930, Seite 56. usw. Ärztemuster und Literatur auf Wunsch LEO BLOCH i-Fa.Dr.HügoNadelmaiin STETTIN 152