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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 29)
Language
German
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im Kartell absondert. Ich bin darum für Ablehnung des Antrages, Die Abstimmung ergibt Ablehnung des Antrages Hecht. Der Antrag der Heidelberger Verbindung gelangt nunmehr zur Verlesung. Er wird von der Kommission einstimmig zur Annahme empfohlen. Paul Hirsch: Die Annahme dieses Antrages ist eine- Selbstverständlichkeit. Er will nichts anderes, als was immer im Kartell üblich war. Auerbach zu einer Erklärung. Der Antrag war so gemeint, daß das Präsidium zwar alle Rechte hat, die es in dem Präsidialantrag verlangt, aber trotz seines Teilnahmerechts nicht in die Erziehungsarbeit der einzelnen Verbindungen eingreifen darf. Fischer: Wir haben vor 3 Jahren mit Euch einen Vertrag geschlossen, durch den uns die Selbständigkeit gewährleistet wurde. Die Annahme dieses Antrages wäre ein glatter Wortbruch. Wir müßten daraus die Konsequenz ziehen, aus dem Kartell zu gehen. Ihr seid nicht ohne weiteres berechtigt, diese Abstimmung vorzunehmen. Ihr dürft nicht ein früheres Uebereinkommen jetzt durch einen Majoritätsbeschluß aufheben. Rosenberg: Der K.T. ist zur Annahme des Antrages durchaus berechtigt, ohne damit wortbrüchig zu werden. Gerling: Es handelt sich um das Zusammenleben mit der Kadimah im nächsten Jahre. Wir können darum über Fischers Erklärung nicht zur Tagesordnung übergehen. Lichtheim: Wer von außen her zum K.T. kam, konnte nicht voraussehen, daß diese maßlos aufgebauschte und völlig überflüssige Kadimah- Debatte diesen Umfang annehmen und zu solchen Konsequenzen führen wurde. Daß es dazu kam, ist nicht Schuld der Kadimah, sondern der ungeschickten Geschäftsführung des Präsidiums im letzten Jahr. Dadurch ist diese ganze gereizte Situation entstanden. Ich bin der Ansicht, daß hier künstlich und gewaltsam eine Verschärfung in die Situation gebracht ist, und wenn die Dinge so weiter gehen, zu einer Gefährdung des Kartells führen würden, an die ich nicht gedacht habe und auch die meisten Kadimahner nicht dachten. Darum beantrage ich Wiedereröffnung der Generaldebatte. Die Abstimmung ergibt Ablehnung des Antrages Lichtheim. Der Antrag der Kommission wird angenommen. Paul Hirsch verliest einen Absatz des Fusionsabkommens: Das ist etwas ganz anderes, als was Fischer sagte. Die Annahme des Antrages ist danach keineswegs ein Wortbruch. Fischer: Für uns waren die Voraussetzungen der Fusion andere. Das haben wir auch schwarz auf weiß. Rosenberg: Ich weigere mich, jetzt noch einmal in die sachliche Debatte einzutreten. Die Anträge werden angenommen. Gerling: Fischer hat uns erklärt, die Kadimah werde diese Beschlüsse nicht annehmen. Der Kartelltag hat gesprochen. Ich frage hierdurch klipp und klar die V.J.St. Kadimah, ob sie sich diesem Beschluß, solange er besteht, loyal unterzuordnen bereit ist. L e w i n : Wir geben hierzu keine Erklärung ab. Herlitz erstattet den Bericht der Personal-Kommission. Er verliest den später angenommenen Präsidialvorschlag. Die Mehrheit wollte ferner vorschlagen Schloß und Rudi Hecht, Hecht, hat uns hierzu folgendes mit- 91

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