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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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verschiedene Prinzipien der Pädagogik. Das eine will sich auseinandersetzen mit den Bewegungen der Umwelt, sein Zionismus soll sich herauskristallisieren aus Debatten mit Sozialismus, Kommunismus und andern uns ebenso prinzipiell nicht wichtigen Bewegungen. Damit ist die Gefahr einer Assimilation gegeben, weil man leicht jemanden zu einer zionistischen Entscheidung bringen kann, wenn man ihm scheinbar einen Weg zeigt, damit auch, andere Tendenzen zu verbinden. Wir Staatszionisten könnea nicht zugeben, daß von Anfang an Soziaiismus und Zionismus gemeinsam gehen können. Wir wollen unseren Füchsen eine Erziehung geben, die nicht notig hat, sich mit anderen Bewegungen zu verbinden. Wir fangen nicht mit dem deutschen sondern dem ursprünglichen Zionismus an. Deswegen sind wir auch als Verbindung zum Staatszionismus gekommen; zu unserem Erziekungsprogramm, das wir uns unter gar keinen Umständen nehmen lassen. Es ist nicht so, wie hier gesagt wurde, daß dasselbe auch eines Tages der Misrachi tun kann. Er stellt zu den allgemein-zionistischen Forderungen noch zusätzliche. Wir erklären aber, daß wir nichts weiter wollen als die Durchführung des Baseler Programms. Dieser Antrag ist viel gefährlicher als der Schekel-Antrag. In diesem Falle will man uns zumuten, unser staatszionistisches Programm nicht durchzuführen, weil es in diesem Moment führenden Bbr. der Z.V.f.D. nicht genehm ist. Für uns ist der Staatszionismus eine Lebensno<twendigkeit. Es ist absolut keine Einseitigkeit, wenn wir absolut alles unter eieaer zionistischen Brille sehen wollen. Wir protestieren darum dagegen, daß Ihr uns vorschreiben wollt, wie wir unsere Füchse erziehen sollen. Wir können es nicht dulden, daß Ihr auf unsere Konvente kommt und unsere Fuchse von vornherein verwirren wollt mit sozialistischen und marxistischen* Ideen. (Zuruf: Weshalb seid Ihr dann ins Kartell gekommen?) Weil wir geglaubt haben, daß in ihm jede Ueberzeugung Platz hat! — Wir glauben, da§ nur ein konsequenter Staatszionismus dem Sozialismus, Kommunismus und anderen Strömungen mit Erfolg entgegentreten kann. Wir brauchen ein festes Weltgebäude, das gegenüber allem standhält. Und da es unvergleichlich viel schwerer ist, eine Entscheidung für den reinen Zionismus zu erlangen, müssen wir von unseren Füchsen Konfliktstoffe fernhalten, bis sie in ihrer Ueberzeugung genügend gefestigt sind. Ich will darum jetzt eine Erklärung abgeben, die zugleich eine Bitte an das Kartell enthält. Ihr könnt zu unseren Konventen kommen, aber nicht zu unseren Fuchs enkursen. Die V.I.St. Kadimah protestiert aufs schärfste gegen diese in übertriebenem Maß gerichteten Forderungen. Die Kadimah fühlt sich in allen die zionistische Gesinnung und Erziehungsarbeit betreffenden Fragen ausschließlich ihrem zionistischen Gewissen verantwortlich. Die Kadimah fordert daher alle Kartell Verbindungen auf, über diese Anträge zur Tagesordnung überzugehen, da die selbstverständliche Voraussetzung jeder — so oft betonter — Bundesbrüderlichkeit in dem Vertrauen bestehen muß, daß auch wir über unsere Pflichten als Zionisten und ILJ.Ver selbst zu urteilen wissea. L e w i n : Ich bitte, den Antrag der Heidelberger, der die Selbständigkeit der Erziehungsarbeit der einzelnen Verbindungen statuiert, als den weitergehenden zuerst zur Abstimmung zu bringen. Brüll: Wir wissen alle nach den Erfahrungen des letzten Jahres, daß hier Klarheit geschaffen werden muß. Es geht nicht, daß sich eine Gruppe 90

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