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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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wir eine Macht. Mit dem Moment, wo sie gespalten ist, wo zwei Zionismen existieren, ist es erwiesen, daß beide unrecht haben müssen, wenn sie sich jeder für sich als der Vertreter des lebendigen jüdischen Volkes bezeichnen. Im K.J.V. wollen wir diese Spaltung gewiß nicht haben. Im K.J.V. hat jede Nuance und Meinung Platz. Sie muß sich durchsetzen, aber alle müssen bei uns sein. Wir müssen sagen, alle diejenigen, die im K.J.V. sind, sind zusammengefaßt durch die Gesamtheit der zionistischen Organisation. Da Hegen die Grenzen unserer Differenzierbarkeit. Da müssen wir auch unsere Grenzen stabilisieren. Wir binden die Mitgliedschaft im K.J.V. an den Schekel und den Keren-Hajessod-Beitrag. Nun hat die Kadimah uns ersucht« ihr zu gestatten, das einzelne Bbr. an Stelle des Schekels den Dinar zahlen. In diesem Punkt haben wir erklärt: nein. Wer den Dinar zahlen will, kann es tun, aber den Schekel müssen wir aufrecht erhalten. Wir wissen uns hier bei dieser Sache ganz in Uebereinstimmung mit der Tendenz, die die Kadimah seiner Zeit zu uns geführt hat. Nichts weiter verlangen wir von Euch: Die Zugehörigkeit zur zionistischen Organisation, die Erfüllung der zionistischen Pflichten, und die Erwerbung einer eigenen Stellungnahme zu allen zionistischen Fragen. Wenn Ihr diese Forderungen erfüllt, gibt es keine Störung der bundesbrüderlichen Zusammenarbeit. Dann erst hat sich die Kadimah auf den Boden des K.J.V. gestellt. Wenn Ihr dieses Wort uns einlöst, sind wir zufrieden, und es gibt ein einheitliches K.J.V. (Starker Beifall.) Cegla (Kadimah, Berlin) verliest ein Schreiben von a. H. Zwirn in dem dieser gegen die Äußerungen von Bbr. Rosenberg über die Unruhen an der Jerusalemer Universität protestiert, und mitteilt, daß er zum Zeidb'en des Protestes den K. T. verlassen hat. Cegla fährt dann fort. Wenn die Kadimah Berlin zum ersten Mal seit der Fusion des B.Z.K, mit dem K.J.V. durch einen ihrer Aktiven in die Generaldebatte eingreift, so geschieht es nicht nur, weil die Kadimah in die Verteidigungsrolle gedrängt worden ist, sondern auch, weil sie für ihre Kritik eine dreijährige Kartellarbeit als Unterlage hat. Unsere Kritik gilt nicht so sehr dem Präsiden, dessen hervorragende Persönlichkeit wir gut zu schätzen und zu verehren wissen, und den einzelnen Präsidialmitgliedern, als vor allem dem System, das sie verkörpert haben. Wenn wir auf jeden Fall Kritik, die Kritik um der Kritik halber, ausüben wollten, könnten wir an Hand der Vorwürfe, die der Aera Lichtheim galten, die Arbeit des Präsidiums Rosenbe'rg beleuchten. Der Zustand hinsichtlich der K.J.V.er-Erziehung, ein altbewährtes und immer aktuelles Thema, hat sich um kein Jota geändert. Für uns keine Enttäuschung. Wir sind einsichtig genug, die Möglichkeiten unserer Arbeit, die Grenzen unserer Aufgaben zu erkennen. Von dieser Erkenntnis leiten wir unseren Standpunkt ab, daß das Präsidium nur ein Verwaltungsorgan sein kann. Unsere Anschauung über die Stellung des Präsidiums geht aus dem Inhalte des Fusionsabkommens deutlich hervor. Die Begrenzung des Präsidiums ist nicht der Anspruch eines Wunsches, sondern eine der Erfahrung entsprechende Feststellung der Wirklichkeit. In einem Kartell, dessen Lebensinhalt der Zionismus ist, eine politische Angelegenheit, sollte es erste Aufgabe des Präsidiums als übergeordnetes 75

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