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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 10)
Language
German
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Hauptaufgaben in diesem Ressort ist die Pflege der hebräischen Sprache. Wir werden in der Technik, in der wir im K.J.V. das Hebräische lernen, gewisse Aenderungen eintreten lassen müssen. Wir müssen die Minimalforderungen zurückstellen bis zum Abschluß des Studiums. Notwendig ist, daß wir jeden, der die Aktivitas verläßt, daraufhin prüfen, ob er eine genügende Grundlage hat, um sich allein weiterzubilden. Nicht ganz so befriedigend ist die Aitherrenarbeit. In Berlin haben wir vom Bezirks verband nicht viel gemerkt, hier spielt sich die Arbeit in den Aitherrenbünden ab. In der Provinz ist sie in einigen Orten sehr wenig zufriedenstellend. In manchen, in denen es zuvor schlecht war, ist es jetzt gut. Das Präsidium mußte überall da eingreifen, wo zwischen der Aktivitas und der Altherrenschaft zu wenig Zusammenhang besteht. Wir haben das in verschiedenen Fällen getan, und es war charakteristisch, daß fast stets bei solchen Veranstaltungen der alte Vorstand unter dem Eindruck unserer Darlegungen zurücktrat. Wir erwarten auch dort jetzt eine rege Aktivität. Das Wort Aktivität schließt alles ein, was ein K.J.V.er leisten soll. Unter Aktivität verstehen wir die Erfüllung der primitivsten zionistischen Pflichten, vor allem auch der für uns bindenden Keren Hajessod-Pflicbt. Die wirtschaftliche Lage in Deutschland hat sich katastrophaler Weise verschlechtert. Darum konnte unsere Arbeit auf diesem Gebiet nicht so durchgeführt werden, wie sie ursprünglich geplant war. Wo sich aber böser Wille zeigt, greifen wir rücksichtslos ein. Aus den K.J.V.-Blättern habt Ihr ein Exempel gesehen, den Ausschluß eines Bbr. aus dem Kartell als Folge seiner Pflichtversäumnis in finanzieller Hinsicht. Wir haben eine Liste mit einer ganzen Reihe weiterer solcher Leute. Dieser Kartelltag ist die letzte Gelegenheit, an diese Menschen das Wort zu richten. Wir sagen Euch hier das letzte Mal: Bundesbrüderlichkeit verpflichtet zum Worthalten. Jeder von uns muß seine Verpflichtungen erfüllen oder nachweisen, daß er das nicht kann. Der J.St. ist ein Erziehungsinstrument. Wir wollen damit auf die Allgemeinheit der K.J.V.er wirken. Durch die Differenzierung der zionistischen Auffassungen wird er zwangsläufig immer den einen oder anderen Teil unbefriedigt lassen. Man muß wohl zugeben, daß der J.St. nicht mehr so gut ist wie unter der Redaktion des stilistisch hervorragend begabten Bbr. Schloß. Aber journalistische Erfahrung und Technik sind nicht so wichtig. Das Blatt soll vor allem eine Aussprachetribüne sein, deren sich auch der Jüngste, im Ausdruck ungewandteste Bundesbruder bedienen soll. Im J.St. kann sogar gestammelt werden. Natürlich bedingt das, daß der J.St. wirklich, ein internes Organ bleibt." Wir werden uns in der Debatte darüber unterhalten müssen, ob wir nicht den uns nahestehenden Kreisen auch offiziell erlauben sollten, daran teilzunehmen. Ich bin der Ansicht, daß jedenfalls grundsätzlich der J.St* intern bleiben muß. Nun ein anderes Ressort, über das wirklich nur mit Bedauern gesprochen werden kann. Das Palästina-Ressort ist schlecht geführt worden. Es stand unter zwei ungünstigen Aspekten. Einmal gestattete die politische Situation des Zionismus es nicht, den lebendigen, engen Kontakt mit Palästina zu haben. Ferner fehlte uns vor allem die Persönlichkeit, die in der Lage ist, dieses Ressort zu verwalten. Das neue Präsidium hat, wie wir hoffen, einen Bundes- 72

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