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Der jüdische Student · 1932-03-01 · Heft 3 (März 1932) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der jüdische Student
Volume
29 (1932)
Issue
Heft 3 (März 1932)
Date
1932-03-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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So kommt es zu der Situation, daß erst im Augenblick, da der Angriff auf uns beginnt, wir unsere Abwehrwaffen zu schmieden beginnen. Natürlich stets einen Schritt hinter der Entwicklung her, und stets inr Verlieren, nie im Gewinnen. Nur eine Erziehung nach innen schafft uns Menschen, die die geistige Sicherheit zu körperlichem Kampf haben. Gewiß dauert eine solche Erziehung länger — doch ist sie, um auch hier unser Schlagwort zu gebrauchen, gesund basiert. Eine Erziehung zur Tat aber vor einer Innenerziehung oder gar ohne sie ist ein Stockwerk ohne Erdgeschoß. — IV. Der ursprünglich anschließend an die Aktiventagung ebenfalls im Logenhaus angesetzte Festkonvent unserer Jubiläumsverbindung, der Hasmonaea, mußte verlegt werden, und litt leider unter dieser Verlegung, Trotzdem unser lieber Expräside Rosenberg den Reigen der Danksagungen der Alten an die Jungen, und der Jungen an die Alten glänzend einleitete, war die Stimmung feierlich aber nicht festlich. Die den einzelnen Verbindungen abgeschnittenen Glückwünsche nehme die Hasmonäa hiermit gedruckt ermaßen herzlichst: Bis hundertundzwanzig! V. Denkt man jetzt nachträglich an den Karteiltag zurück, so ist eins gewiß festzustellen: Eine wie geringe Rolle spielen die Kleinigkeiten, die auszusetzen sind, vor dem Niveau des Tages selbst! Der zweite Tag des Kartelltages, eingeleitet durch Biumenfeld, dem unsere besten Namen folgten, hatte ein gutes Gesicht, hatte hohes geistiges Niveau. Schlimmster Stunk und gröbstes Geschütz hauptsächlich in Angelegenheit der berliner Kadimah konnten demgegenüber nicht aufkommen. Und da, wh alle wünschen es von Herzen, die Kadimahfrage durch die Resolutionen des letzten Tages wohl für immer im Sinne eines einigen Kartells, Plattform jeder Gesinnung, gelöst ist, bleibt der Kartelltag uns in guter Erinnerung. VL Ob das Treideische Palästinaprojekt für das Kartell noch in. Frage kommen wird — ob es überhaupt in Frage kommt, ist zweifelhaft. Ein Klubhaus wünscht sich das Kartell wirklich nicht. Man kann über Lichtheim gerade in dieser Angelegenheit wohl verwundert sein. Was wir brauchen ist Arbeitsmöglichkeit für uns. Es kann sich nicht um Investion handeln, außer die von Menschen. Menschen wollen wir wohl investieren, und dazu wäre eigene Arbeitsstätte im Lande wohl wünschenswert. vn. Vergessen wir zum Schluß nicht den fröhlichen Abend, den wir gemeinsam verlebten. Eine gut vorbereitete und glänzend improvisiert herausgebrachte Revue, die Jacobi der Aeltere führte und hielt. Freibowle, Fülle und Tanz bis in den Morgen. VIII. Dem Präsidium der zwei letzten. Jahre wurde für seine Arbeit stürmisch gedankt, und wir wünschen uns, dem neuen Präsidium unter Paul Hirsch für seine Arbeit über ein Jahr ebenso danken zu dürfen. Theo Katz. 68

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